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Symbolbild Struktur

Fachbereich 9.4

Digitale Infrastrukturen

Themenfeld: Digitale Infrastrukturen

Um in einer digitalisierten Umgebung effizient und ressourcenschonend leben und arbeiten zu können, bedarf es sicherer und funktionaler digitaler Infrastrukturen. Ausgehend von der Erkenntnis eines Mehrwertes durch die Digitalisierung von Prozessen und Strukturen beginnt dann die Suche nach konkreten geeigneten Einsatzgebieten. Die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer zu verstehen, geeignete Infrastrukturlösungen zu finden und diese gemeinsam mit allen Akteuren umzusetzen, ist die Kernaufgabe des Themenfeldes „Digitale Infrastrukturen“. In der engen Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen der PTB wird so die interne digitale Transformation ermöglicht und durch konkrete Maßnahmen gezielt vorgetrieben.

Ebenso vielfältig wie die einzelnen Infrastrukturbausteine sind auch die zugehörigen Projekte des Themenfeldes: Beginnend bei der Wissenschaftsorganisation im Labor, über praktische digitale Tools für die Zusammenarbeit bis hin zur Außenwirkung der eigenen Forschungs- und Dienstleistungsarbeit.

 

 

 

Labororganisation und -datenmanagement

Im metrologischen Forschungs- und Dienstleistungsalltag schreitet die Digitalisierung stetig voran und ermöglicht die automatisierte digitale Erfassung von Messergebnissen sowie verschiedenster relevanter Umgebungsparameter. Im Sinne der guten wissenschaftlichen Praxis und bestehender Dokumentationspflichten beispielweise für Kalibrierungen gewinnt damit eine beweissichere, FAIRe (auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar) und übersichtliche Labor(daten)organisation zunehmend an Bedeutung. Mit steigender Interoperabilität der Messgeräte können auch Messwerte komplementärer Untersuchungen parallel erfasst und intelligent miteinander verzahnt werden. Elektronische Laborbücher (ELN) und ein digitales (Forschungs)datenmanagement innerhalb geeigneter Infrastrukturen bilden dabei zwei wesentliche Bausteine für eine digitale, zukunftsfähige Labororganisation. Das Themenfeld begleitet daher die Pilotierung verschiedener ELN-Lösungen (Koordination durch Forschungsdatenmanagement und IT-Dienste) und erprobt die Erfassung sowie Bereitstellung von Versorgungsdaten unserer Gebäude als Grundstein für datengetriebene Forschung und Anwendung (gemeinsam mit Themenfeld „Metrologie für Daten“).

 

Szenarienbasierter digitaler Werkzeugkasten

Um die praktischen Bedarfe bei der internen digitalen Transformation zu erfassen, werden im Themenfeld gemeinsam mit Beschäftigten der PTB Szenarien von produktiven Arbeitsumgebungen erarbeitet. Neben einer „Vision“ der Funktionalität formulieren die Nutzerinnen und Nutzer konkrete Anforderungen an die Umgebung und pilotieren mit Unterstützung anschließend in Frage kommende technische Lösungen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase werden die entsprechenden digitalen Infrastrukturen und Werkzeuge im PTB-weiten digitalen Werkzeugkasten ergänzt durch eine entsprechende Dokumentation bereitgestellt.

 

E-Learning

Interaktive digitale Lerninhalte ermöglichen einen effizienten Wissenstransfer und entkoppeln die Verfügbarkeit von Lehrenden und Lernenden. Das Format E-Learning kann somit zeit- und ortsunabhängig, zugeschnitten auf den persönlichen Bedarf und in nahezu unbegrenztem Umfang allen Beschäftigten der PTB zugänglich gemacht werden und deren Arbeitsalltag entscheidend bereichern. Koordiniert innerhalb des Themenfeldes erarbeitet die PTB derzeit ein Konzept zum verstärkten Einsatz von E-Learning im Hinblick auf geeignete Einsatzbereiche, notwendige physische und digitale Infrastrukturen und Prozesse.

 

Showroom Digitalisierung

Der Wissenstransfer metrologischer Expertise zur Digitalisierung soll nicht nur innerhalb der PTB befördert werden, sondern selbstverständlich auch nach außen erfolgen. Als Plattform dafür dient der Showroom Digitalisierung, der innerhalb des Themenfeldes konzipiert und umgesetzt wird. So umfasst der Showroom eine Übersicht über digitale Abläufe und Werkzeuge innerhalb der Welt der Metrologie sowie den Einfluss dieser Strukturen und Prozesse auf Anwenderinnen und Anwender außerhalb der PTB. Um die verschiedenen Bedürfnisse und Interessensphären der Besuchenden abzubilden, wird der Showroom sowohl virtuell in einer Online-Plattform als auch „zum Anfassen“ vor Ort in Braunschweig und Berlin entstehen.