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Abgestufter Maßnahmenplan der PTB gegen die Verbreitung von SARS-CoV-2

Redaktionelle Anmerkung: Den jeweils aktuellen Betriebszustand der PTB zeigt die Infogafik auf der PTB-Homepage.

31.03.2020

Die PTB regelt standortabhängige Einschränkungen ihres Betriebs. Alle Maßnahmen gelten vorerst bis zum 18. April 2020.

In der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) setzt man alles daran, um die eigenen Mitarbeitenden während der Arbeit vor einer Ansteckung zu schützen und um die Verbreitung des Coronavirus weitgehend einzudämmen. Generell kommt es darauf an, das exponentielle Wachstum der Zahl der Infizierten zu durchbrechen, damit unser Gesundheitssystem in der Lage ist, alle Notfälle dauerhaft medizinisch optimal zu behandeln. Zugleich muss und will die PTB ihre wesentlichen Aufgaben in Forschung und Dienstleistung soweit fortführen, wie es unter den derzeitigen Randbedingungen möglich ist. Vor einem solchen Balanceakt stehen derzeit zahlreiche Behörden, Wirtschaftsbetriebe, das Bildungswesen und alle Forschungsinstitute. Denn nur so können auf mittel- bis längerfristige Sicht Wirtschaft und Gesellschaft „am Leben erhalten“ werden. Daher hat sich die PTB einen abgestuften Maßnahmenplan auferlegt, über dessen jeweilige Geltung der PTB-Krisenstab fortlaufend neu entscheidet. Im Kern sieht dieser Maßnahmenplan drei Betriebszustände jenseits des Normalbetriebs während dieser Krise vor: den „flexibilisierten Betrieb“ (Ampelfarbe Gelb), den „eingeschränkten Betrieb“ (Ampelfarbe Orange) sowie den Notbetrieb (Ampelfarbe Rot). Für den Standort Braunschweig ist derzeit der „flexible Betrieb“ festgelegt worden, für den Standort Berlin der „eingeschränkte Betrieb“ – in beiden Fällen gilt dies vorerst bis zum 18. April 2020.

Schon seit einigen Wochen hat die PTB zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um das Coronavirus SARS-CoV-2 zu bekämpfen: So wurden nahezu alle Veranstaltungen für die nächste Zeit abgesagt, und alle Dienstreisen – auch zwischen den PTB-Standorten – wurden gestrichen. Für alle, die auf den PTB-Geländen in Braunschweig und Berlin arbeiten, gelten strenge Hygiene- und Verhaltensregeln. Und ein Großteil der Mitarbeitenden arbeitet im Homeoffice. Auf diese Weise wurden und werden viele Aufgaben weiterhin bearbeitet, sodass der Forschungs- und Dienstleistungsbetrieb weiterläuft. Verzögerungen in den unterschiedlichen Bereichen sind zwar unvermeidbar, da sich viele Forschungs- und Dienstleistungsaufgaben nur vor Ort im Labor erledigen lassen. Die PTB setzt jedoch alles daran, damit nicht nur die Zeit weiterläuft, sondern auch alle Uhren weiter ticken, sprich alle wichtigen Messaufgaben weiterhin erfüllt werden.

Der Präsident der PTB, Prof. Dr. Joachim Ullrich, betont: „Wir stehen als Gesellschaft und als Behörde vor einer großen Herausforderung. Um diese zu meistern haben wir einen abgestuften Maßnahmenkatalog verabschiedet, der es uns ermöglicht, sowohl das Wohl jedes Einzelnen als auch das Funktionieren des Gesamtsystems im Blick zu behalten.“ Und der Leiter des Instituts Berlin der PTB, Prof. Dr. Tobias Schäffter, ergänzt: „Wir bedanken uns herzlich bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie die Arbeiten mit großem Engagement aufrechterhalten – sei es vor Ort oder im Homeoffice.“

Alle Maßnahmen für den Krisenfall wurden jetzt im Einzelnen detailliert und noch einmal stufenweise deutlich verschärft, um die Ansteckungsgefahren weitgehend zu minimieren. Dabei ist der Übergang zwischen den Betriebszuständen von „Gelb“ über „Orange“ zu „Rot“ jeweils mit einer drastischen Reduktion des Personals vor Ort verbunden. Während etwa in der PTB in Braunschweig in normalen Zeiten rund 1500 Mitarbeitende vor Ort gezählt werden, sind es im „flexibilisierten Betrieb“ zurzeit noch zwischen 500 und 600, im „eingeschränkten Betrieb“ noch rund 200, und in einem „Notbetrieb“ wären es nur noch rund 40 Personen.

Im Einzelnen sind die drei Betriebszustände wie folgt festgelegt. Zu jedem der drei Betriebszustände gehören zahlreiche Einzelmaßnahmen und -regelungen, die allen Mitarbeitenden bekannt sind und mit großem Verantwortungsbewusstsein eingehalten werden.

  • Der „FLEXIBLE Betrieb“ an der PTB dient dazu, den Betrieb an der PTB in Dienstleistung und Forschung in Ausnahmezuständen (Naturkatastrophen, Pandemien, etc.) weitestgehend aufrecht zu erhalten. Je nach Art und Ausprägung des Ausnahmezustandes sowie des Standes eines Epidemieverlaufes kann der FLEXIBLE Betrieb unterschiedliche Ausprägungen haben.
  • Der „EINGESCHRÄNKTE Betrieb“ an der PTB dient dazu, den Betrieb an der PTB in Dienstleistung und Forschung in Ausnahmezuständen (Naturkatastrophen, Pandemien, etc.) eingeschränkt aufrecht zu erhalten. Das heißt, dass viele reguläre Aufgaben eingeschränkt oder teilweise gar nicht erledigt werden können. Je nach individueller Länderregelung kann der EINGESCHRÄNKTE Betrieb unterschiedliche Ausprägungen in Berlin oder Niedersachsen haben.
  • Der „Notbetrieb“ an der PTB dient dazu, bei eingestelltem Betrieb auf dem Gelände der PTB in Ausnahmezuständen (Naturkatastrophen, Pandemien etc.) die Objektsicherung und den Brandschutz zu gewährleisten. Der Notbetrieb dient auch dazu, Schäden an Gerätschaften, Gebäuden und der Umwelt als Folge des Ausnahmezustandes oder der Betriebseinstellung zu minimieren bzw. zu beheben.

jes/ptb

Kontakt:

Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Corona-Krisenstab
Tel.: (0531) 592 3005
E-Mail: Opens window for sending emailcorona-krisenstab(at)ptb.de

Zusammensetzung des PTB-Krisenstabs:

  • Präsidium
  • Leiterin der Verwaltung
  • Leiterin der Personalstelle
  • Leiter der Abteilung Querschnittsdienste
  • Leiter des Instituts Berlin
  • Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Beauftragter des Präsidenten für Arbeitsschutz
  • Vorsitzende des Gesamtpersonalrats

Standorte der PTB:

  • Braunschweig: Bundesallee 100
  • Berlin-Charlottenburg: Abbestraße 2-12
  • Berlin-Adlershof: Magnusstraße 9