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Windenergieanlagen

Riesige Zahnrad-Normale, topmoderne Wind-Lidar-Systeme, die größte Drehmoment-Normalmesseinrichtung der Welt, die bald ihren Betrieb aufnimmt – all dies und noch viel mehr stellt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) vom 27. bis 30. September auf der WindEnergy in Hamburg vor. Die PTB ist weltweit das einzige Metrologieinstitut, das der Windenergiebranche eine zuverlässige und umfassende Qualitätssicherung anbieten kann. PTB-Forschende informieren über die Möglichkeiten ihres Kompetenzzentrums in den Bereichen Koordinaten-, Drehmoment- und Windgeschwindigkeitsmesstechnik. Außerdem stellen sie eine Erfolgsgeschichte vor: PTB-Messungen haben dazu beigetragen, dass die Abstände von Windenergieanlagen zu Einrichtungen der Luftraumüberwachung verkleinert werden konnten. Der PTB-Stand findet sich in Halle B5, Stand B5.312.

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Seit dem 1. Juni arbeiten das Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS) der TU Braunschweig und die PTB in Braunschweig offiziell zusammen. Erforscht werden sollen weltweit geltende, objektive Maßstäbe – Einheiten, Grenzwerte und Messmethoden – für sogenannte Biologics (Biopharmazeutika). Dies nützt etwa der Cholesterin-Diagnostik oder der Insulintherapie. Beteiligt sind auch das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen. (Ansprechpartner: Gavin O'Connor, 0531 592-3200, Opens local program for sending emailgavin.oconnor(at)ptb.de)

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Bis zu 15 Millionen Euro des Bundes werden in den kommenden drei Jahren in die niedersächsische Quantentechnologie fließen. Sogenannte QVLS-iLabs-Labore sollen die Forschungsarbeit mit der Wirtschaft verknüpfen. Die Entwicklerinnen und Entwickler der TU Braunschweig, der Leibniz Universität Hannover und der PTB wollen bis 2025 einen Quantencomputer in Betrieb nehmen.

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Die bestehende Glasfaserverbindung für Zeit und Frequenzübertragung zwischen der PTB und der Leibniz Universität Hannover wird zu einer Teststrecke für Quantenkommunikation ausgebaut. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 1,5 Millionen Euro geförderte Projekt InterSync etabliert eine abhörsichere Datenverbindung zwischen den beiden mehr als 70 Kilometer entfernten Einrichtungen. Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erforscht und demonstriert dafür neue, präzise Zeitsynchronisations-Methoden speziell für den Einsatz in Quantennetzwerken und der Quantenkryptografie. Das Projekt wird von der Leibniz Universität koordiniert. (PTB-Ansprechpartner: Stefan Kück, 0531 592-4010, stefan.kueck(at)ptb.de)

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In einem Programm namens Hightech-Inkubator fördert das Land Niedersachsen mit 4,7 Mio Euro den Aufbau einer langfristigen und schlagkräftigen Struktur zur Unterstützung von Deep-Tech-Firmengründungen im Umfeld der Quantentechnologien. Getragen wird das Programm mit einer Förderzeit bis Ende 2024 durch das Quantentechnologie- Kompetenzzentrum der PTB, zusammen mit den universitären Partnern aus Hannover (Leibniz Universität) und Braunschweig (Technische Universität). Zugleich ist der Inkubator eingebunden in das Quantum Valley Lower Saxony (QVLS). (Ansprechpartner: Nicolas Spethmann, 0531 592-2009, Opens local program for sending emailnicolas.spethmann(at)ptb.de)

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Auszeichnungen

Frank Härtig

Vizepräsident der PTB, Frank Härtig

Der Vizepräsident der PTB ist seit dem 1. August Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS), dem Vertreter des Bundes und der Länder angehören.

Richard Lange

Der Wissenschaftler im Fachbereich 4.4 Zeit und Frequenz hat den SAMOP-Dissertationspreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) für seine Doktorarbeit mit dem Titel „High-precision frequency comparisons and searches for New Physics with Yb+ optical clocks“ erhalten.

Jens Flügge

Der Leiter des Fachbereichs Dimensionelle Nanometrologie

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CAD-Darstellung der Gasmischeinrichtung

Für die Überwachung von Anlagen und für den Gesundheitsschutz ist der Einsatz von Gassensoren und deren Kalibrierung von zunehmender Bedeutung. Beispielsweise werden zur Vermeidung von Virusübertragungen CO2-Sensoren zur Überwachung der Luftqualität eingesetzt. Zur Kalibrierung dieser Sensoren werden Prüfgasgemische benötigt, bei denen der Anteil der relevanten Komponente – insbesondere im Bereich von 400 ppm bis 2000 ppm – dynamisch eingestellt werden kann. Ein innovatives Verfahren aus der PTB nutzt hierfür eine Vorrichtung zur Mischung eines Matrixgases und eines Zumischgases mithilfe Regelungvon kritisch betriebenen Düsen. Dabei wird das Mischungsverhältnis eines binären Prüf- oder Kalibriergases nur anhand von Druckmessungen an zwei Düsen bestimmt. (Technologieangebot 546)

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Für Präzisionslängenmessungen an Objekten mit Strukturen im Nanometerbereich werden häufig Laser-Interferometer eingesetzt. Bei hohen Präzisionsanforderungen wirkt sich bereits ein minimal geänderter Brechungsindex der Luft negativ aus. Eine Messung im Vakuum würde diese Einflüsse vermeiden, ist aber nicht bei allen Messobjekten möglich. Zusammen mit dem Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme in Ilmenau wurde ein Verfahren entwickelt, das auf einer luftgelagerten Vakuum-Abdichtung beruht. Das Messobjekt kann außerhalb des Vakuums positioniert werden, und mit Ausnahme eines sehr kleinen Luftspalts verläuft der Strahlengang des Interferometers im Vakuum. (Technologieangebot 420)

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In Dorsten, im Norden des Ruhrgebiets, ist eine neue Hochdruck-Kalibrieranlage für Gaszähler entstanden. Der Closed Loop pigsar ist die größte Anlage seiner Art in Deutschland. Er bietet eine Prüfung in einem geschlossenen Kreislauf und erweiterte Messmöglichkeiten. Die Anlage wurde auf den nationalen Hochdruck-Kubikmeter zurückgeführt, erste Kundenprüfungen finden bereits statt. Ab jetzt kann die PTB die neue Anlage für erweiterte Kalibriermöglichkeiten nutzen.

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Chlorwasserstoff-Gas (HCl) kommt als Verunreinigung in Biogas/Biomethan, Schornsteinemissionen oder in der Luft von Reinräumen vor und ist gesundheitsschädlich. Insbesondere für gesetzlich vorgeschriebene Messungen ist die Rückführung bisher ein Problem. In der PTB wurde das weltweit erste spektroskopische HCl-Primärnormal entwickelt und metrologisch validiert.

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