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Radioaktive Stoffe in der Atmosphäre – Ausbreitung, Probeentnahme und Messung

Kolloquium der Abteilung 6

In den Messprogrammen des „Integrierten Mess- und Informationssystems zur Überwachung der Umweltradioaktivität“ (IMIS) werden die Messungen für Radionuklide in der Luft und im Niederschlag dem DWD zugeordnet. Für Spurenmessungen sind die PTB und das BfS ebenfalls eingebunden. Messungen von Radionukliden sind auch Teil des internationalen Messprogramms der WMO (Global Atmosphere Watch Programme – GAW) und dienen der Klassifizierung von Luftmassen. Im Normalbetrieb der Überwachung  sind es grundsätzlich bodengestützt gewonnene Daten. In der extremen Situation einer unfallbedingten Freisetzung radioaktiver Stoffe aus einer kerntechnischen Anlage  in die Atmosphäre sind zusätzlich Luftfahrzeug gestützt gewonnene Daten erforderlich. Ausbreitungsrechnungen werden für die Interpretation der Lage und der weiteren Entwicklung herangezogen.

Die aktuellen Messprogramme des DWD werden vorgestellt, im Einzelnen die Anforderungen an Repräsentativität der Probeentnahme und Qualität der Messung.

Am Beispiel prägnanter Ereignisse zeigt sich, wie die Ergebnisse von Ausbreitungsrechnungen und Messungen zur Lagedarstellung bzw. zu Fragen der Herkunft von Radionukliden genutzt werden.