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UV-Strahlung - Strahlenwirkung und Hautkrebs

PTB-Kolloquium

Solare und künstliche UV-Strahlung (z. B. in Solarien) ist als nachgewiesenes Karzinogen für den Menschen bekannt. UV-Strahlung induziert DNA-Läsionen, die zu UV-spezifischen Mutationen im Genom führen, die mit der Hautkrebsentstehung in ursächlichem Zusammenhang stehen. Darüber hinaus induziert UV-Strahlung eine Reihe von epigenetischen Veränderungen (DNA-Methylierung, Histonmodifikationen, miRNA-Expression, etc.) und Veränderungen im Immunsystem, die bei der Hautkrebsentstehung eine bedeutende Rolle spielen, aber noch intensiv erforscht werden.

Insbesondere interessiert auch die UV-Dosisabhängigkeit der Hautkrebsentstehung (personen-dosimetrische Untersuchungen), so dass im Sinne der Prävention von Hautkrebs, bei Messung der solaren Bestrahlungsstärke (UV-Index), genauere Empfehlungen (z. B. der Deutschen Strahlenschutzkommission) für eine (UV-)bewusstes Verhalten der Bevölkerung bei unterschiedlichen UV-Expositionen ausgesprochen werden können.

Im Vortrag werden strahlenbiophysikalische und strahlenbiologische Wirkungen von UV-Strahlung vorgestellt, der Zusammenhang mit der Hautkrebsentstehung dargestellt und Möglichkeiten für, auf diesen Grundlagen basierenden, Empfehlungen zur Prävention von Hautkrebs (dem häufigsten Krebs in Deutschland) vorgestellt.