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Symbolbild Struktur

Themenfeld: Digitalisierung in der Qualitätsinfrastruktur

Durch die digitale Transformation verändern sich Produkte sowie Produktions- und Wirtschaftsprozesse massiv und mit steigender Geschwindigkeit. Die damit einhergehenden neuen Anforderungen stellen das etablierte System der Qualitätsinfrastruktur (QI) vor neue Herausforderungen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind vor allem auch alle Prozesse der Qualitätssicherung, wie die Konformitätsbewertung, Akkreditierung, Zertifizierung und Marktüberwachung, vollständig zu digitalisieren. Alle Beteiligten müssen digital vernetzt sein und interoperabel agieren.

Die PTB arbeitet daher gemeinsam mit den anderen Akteuren der nationalen QI (Opens external link in new windowBAM, Opens external link in new windowDAkkS, Opens external link in new windowDIN, Opens external link in new windowDKE) an der Umsetzung einer digital transformierten, interoperablen und zukunftsorientierten Qualitätsinfrastruktur, der QI-Digital.

Die Arbeiten der PTB bauen dafür konsequent auf den bestehenden Digitalprojekten auf: digitale, maschinenlesbare Zertifikate, digitale vernetzte Prozesse, neue Produktionsmethoden und künstliche Intelligenz (KI). Diese werden in QI-Digital mit den bestehenden Kompetenzen der PTB in der Qualitätsinfrastruktur verzahnt – national und global.

Nachwuchsgruppe "Sichere und vertrauenswürdige Systeme"

Die Nachwuchsgruppe bildet das Bindeglied zwischen dem Fachbereich 9.4 und den fachlich nahestehenden Fachgebieten der TU Berlin, darunter SecT (Prof. Seifert), BigDaMa (Prof. Markl, Prof. Abedjan), DSI (Prof. Tschorsch) und CIT (Prof. Kao). Der Leiter der Nachwuchsgruppe bekleidet daher neben seiner Funktion in der PTB das Amt eines Juniorprofessors an der TU Berlin. Informationen zur Lehrtätigkeit finden Sie auf der Opens external link in new windowWebseite des Fachgebiets SVNSA. Die Forschungsthemen der Gruppe beinhalten unter anderem: Design, Entwicklung und Evaluation von systemnaher Software mit Sicherheitseigenschaften, bspw. Mikrokerne, Hypervisore:

  • Analyse von Sicherheitstechnologien in Prozessoren und System-on-Chips aktueller und kommender Generationen
  • Beweis- und andere automatisierte Analyseverfahren für systemnahe Software, insbesondere von Maschinencode
  • Konstruktion sicherer Cloud-Dienste, Entwurf entsprechender Kommunikationsprotokolle

 

 

Logos zu QI-Digital

QI-Digital für neue Produkte und Herstellungsverfahren

Die additive Fertigung bietet neue Möglichkeiten für die flexible Herstellung komplexer Produkte. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ergeben sich damit vielfältige wirtschaftliche Potenziale.

Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelt die PTB in QI-Digital effektive und effiziente Methoden für die Qualitätssicherung bei der additiven Fertigung mit dem Ziel, die entsprechenden Kompetenzen an KMU zu transferieren.

Digitale Prozesse für eine effektivere und effizientere QI

Die Entwicklung und Etablierung digitaler Prozesse und digitaler Infrastrukturen bietet für die QI enormes Potenzial zur Verschlankung und Verbesserung von Prozessen. Die PTB hat im Rahmen ihrer Opens internal link in current windowDigitalisierungsstrategie bereits vor mehreren Jahren mit den Arbeiten an einer Cloud-Infrastruktur für digitale Prozesse im gesetzlichen Messwesen und der Entwicklung eines XML-Schemas für Opens internal link in current windowdigitale Kalibrierzertifikate begonnen.

In QI-Digital setzt die PTB diese Arbeiten konsequent fort. Die Opens internal link in current windowMetrology Cloud wird sukzessive zu einer QI-Cloud erweitert und insbesondere um eine Anbindung an GAIA-X ergänzt. Auf der Basis des DCC (Opens internal link in current windowDigital Calibration Certificate) entwickelt die PTB ein digitales, maschinenlesbares Zertifikat für die Konformitätsbewertung (Digital Certificate of Conformance, D-CoC).

QI für Künstliche Intelligenz

Im Zuge der Digitalisierung beschleunigt die Einführung von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) zunehmend die Entwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen. Mit wachsendem Einsatzbereich von KI steigt die Notwendigkeit für klare Regeln und eine Berücksichtigung in der Qualitätsinfrastruktur.

Die PTB forscht bereits seit einiger Zeit an Methoden zur Qualitätsbewertung und -sicherung für KI-Methoden im Gesundheitssektor. Für QI-Digital erweitert die PTB diese Aktivitäten massiv zu einem neuen Kompetenzbereich „Opens internal link in current windowMetrologie für KI in der Medizin“. Das Ziel ist der Aufbau langfristiger KI-Kompetenzen an der PTB mit Fokus auf die Bewertung von KI-Methoden.