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Zell- und molekularbiologische Messverfahren

Arbeitsgruppe 8.32

Antimikrobielle Resistenz

Förderung

  EMPIR (European Metrology Programme for Innovation and Reasearch)
  (FKZ 15HLT07 AntiMicroResist)

  06/2016 – 05/2019

  This project has received funding from the EMPIR programme co-financed by
  the Participating States and from the European Union’s Horizon 2020 research
  and innovation programme

Partner

  LGC, LNE, NIB, NPL, TUBITAK, BSAC, GOSH, UCG, UCL, UWH

Durchflusszytometer mit direkter Injektion der Probe durch eine Glaskapillare

EMPIR-Projekt AntiMicroResist

Die Einführung antimikrobieller Therapien seit Mitte des 20. Jahrhundert ist eine wesentliche Grundlage für den medizinischen Fortschritt. Sie dienen nicht nur der Behandlung von akuten Infektionen; sie sind auch für andere medizinische Behandlungen unverzichtbar (z.B. bei der Prophylaxe in der Chirurgie, Onkologie). Die Entwicklung antimikrobieller Resistenz stellt daher ein ernstes Problem für die moderne Medizin dar. Das vom LGC koordinierte EMPIR ProjektOpens external link in new window AntiMicroResist untersucht mit metrologischem Ansatz verschiedene Aspekte der antimikrobiellen Resistenz, wie neuartige Verfahren für die Entwicklung von Antibiotika, Charakterisierung der Keime mittels Sequenzierung, und die Charakterisierung von Referenzmaterialien für die externe Qualitätssicherung. Das von der PTB geleitete Arbeitspaket etabliert Referenzmessverfahren für die Messung der Virenkonzentration in Referenzmaterialien. Als Messverfahren werden digitale PCR aber auch die direkte Zählung von Viren in Durchfluss eingesetzt. Die genaue Kenntnis der Virus-Konzentration in Referenzmaterialien ist für die Bestimmung der Nachweisgrenzen notwendig. Bei chronischen Virusinfektionen (z.B. Cytomegalieviren. HIV) entwickeln sich Resistenzen gegen Virustatika häufig erst im Verlauf der Behandlung (sekundäre antimikrobielle Resistenz). In dieser Situation ist auch die absolute Virenkonzentration ein entscheidungsrelevanter Parameter.