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PTB-Referenzfelder zur Prüfung von Dosimetern in gepulsten Röntgen-Strahlungsfeldern erfüllen die Anforderungen der neuen ISO/TS 18090-1.

05.12.2016

Seit 2009 betreibt die PTB eine Anlage zur Prüfung von Dosimetern in gepulsten Strahlungsfeldern und hat entsprechende Prüfverfahren und Kriterien für die Eignung von Dosimetern in solchen Strahlungsfeldern entwickelt. Dadurch konnten erste Dosimeter hinsichtlich Ihrer Eignung zur Verwendung in gepulsten Strahlungsfeldern getestet und die Ergebnisse publiziert werden.

In der daraus resultierenden Diskussion mit internationalen Wissenschaftlern ist ein Punkt sehr deutlich geworden; es gab keine einheitliche Definition bzgl. des Begriffes „gepulste Strahlung“.

Dieser Problematik hat sich die PTB angenommen und federführend die Technische Spezifikation ISO/TS 18090-1 „Radiological protection - Characteristics of reference pulsed radiation - Part 1: Photon radiation“ erarbeitet. Diese definiert den Begriff „gepulste Strahlung“ und beschreibt die Eigenschaften, die eine gepulste Referenz-Röntgenanlage erfüllen sollte, und wie diese überprüft werden können. Diese Spezifikation wurde aufgrund von Messergebnissen, die an zwei unabhängigen gepulsten Röntgenanlagen (PTB, LNE-LNHB) ermittelt wurden, verfasst. Beide Anlagen decken den typischen Parameterbereich medizinischer Röntgenanlagen ab.

Durch das Vorhandensein von solch einer internationalen Technischen Spezifikation können Messergebnisse besser miteinander verglichen und diskutiert werden.

Nach Erscheinen der ISO/TS 18090-1 im August 2015 wurde die Anlage der PTB zur Prüfung von Dosimetern in gepulsten Strahlungsfeldern anhand dieser Anforderungen noch einmal charakterisiert und überprüft. Dabei wurde der Parameterbereich ermittelt, in dem die Anlage gemäß dieser Spezifikation als Referenzanlage für gepulste Strahlung gilt.

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