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Langzeitstabilität von Thoron-Emanationsquellen

03.12.2012

Der Thoron-Emanationsmessplatz (TEM) der PTB bietet weltweit die einzige Möglichkeit Rn-220-Messgeräte mit einem Primärnormal zu kalibireren. Die zugehörigen Emanationsquellen wurden erstmals auf ihre Langzeitstabilität untersucht: Es zeigen sich signifikante Trends, deren Ursachen sich bisher nicht eindeutig zuordnen lassen.

Das Verfahren der Emanatationsbestimmung nutzt die γ-Spektrometrie für die Messung des Anteils der in das Volumen transferierten Rn-220 Aktivität mittels einer Verlustmessung: Es wird das Verhältnis von Ra-224 zur Pb-212 in unterschiedlichen Präparaten gleicher Geometrie betrachtet: Ein Emanationspräparat (Th-228) wird dabei relativ zu einem geschlossenen Aktivitätsnormal gemessen. Das Emanationsvermögen des Präparates wird dabei mit einer um eine Größenordnung kleineren Unsicherheit bestimmt, als die Referenzatmosphäre selber. Erste Langzeitmessungen zeigen signifikante Sprünge und Langzeitveränderungen deren Ursachen zum einen in äußeren Druckschwankungen und zum anderen in Oberflächenveränderungen des Elektrolypräparates selber zu liegen scheinen.

Abb. : Thoron-Emanation in % aus dem Präparat Th228-1935 als Funktion der Zeit. Die dargestellten Unsicherheiten entsprechen k = 1 für die Emanation und der Ausdehnung der Messdauer für die Bestimmung eines einzelnen Wertes (ein Tag).