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Nachweis- und Erkennungsgrenzen: Gleichzeitige Radon/Thoron-Messungen mit passiven Messystemen

08.07.2014

Implementierung der Norm ISO 11929 auf gemischte Rn-222/Rn-220 Expositionen: Die Bestimmung der Exposition von Rn-222 und Rn-220 mit angepassten passiven Detektorsystemen mit jeweils zugehörigem Untergrund ist ein bisher nicht behandelter Sonderfall. Die Expositionen wurden an der Radonnormal-Kammer und der Thoron-Folgeproduktkammer der PTB mit unterschiedlichen Aktivitätskonzentrationen durchgeführt. Die PTB ermittelte die Aktivitätskonzentrationen und führte die Expositionen durch. Die Bestimmung der Spurdichten erfolgte durch den Anwender, während zur Entwicklung des mathematischen Modells entsprechend ISO 11929 D. Schrammel vom KIT gewonnen werden konnte. Es wurde ein Analysesystem geschaffen, welches für passive Radon-Messsysteme grundsätzlich anwendbar ist und dazu beiträgt Expositionspläne zu optimieren.

Die Kenntnis der spezifischen Nachweis- und Erkennungsgrenzen ist über die Optimierung der Kalibrierung hinaus für den praktischen Einsatz und zur Erreichung des Überwachungszieles von fundamentaler Bedeutung. Im Einzelnen ergaben sich für die speziellen Systeme der in der PTB exponierten Kernspurdetektoren die folgenenden Nachweis- und Erkennungsgrenzen, s. Tab.1.

Messgröße
Erkennungsgrenze
in kBq•h•m-3
Nachweisgrenze
in kBq•h•m-3
Exposition Rn-220 47,4 133,6
Exposition Rn-222 10,4 21,1

Tab.1: Nachweis- und Erkennungsgrenzen von Kernspurdetektoren für die gleichzeitige Messung der Radon-222- und Radon-220-Exposition.