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Machbarkeitsstudie für Low-Level Radon-Referenzkammer abgeschlossen

29.09.2008

Im Rahmen der meisten Radonmessungen in Häusern oder am Arbeitsplatz werden relativ geringe Radon-Aktivitätskonzentrationen (arithmetischer Mittelwert liegt bei 50 Bq/m3) gemessen. Diese Daten werden im Rahmen epidemiologischer Studien zur Ermittlung des Lungenkrebsrisikos verwendet.

Die für die Bestimmung der Radon-Aktivitätskonzentration eingesetzten Geräte sind aber nur im Bereich oberhalb von 1000 Bq/m3 rückführbar kalibriert. Die PTB erhält deshalb bereits seit Jahren immer wieder Anfragen aus dem In- und Ausland bzgl. einer Kalibrierung mit Referenzatmosphären im Bereich von 100 Bq/m3. Sämtliche nationale wie internationale Empfehlungen für die 222Rn-Aktivitätskonzentration in Wohnräumen sehen mittlerweile Grenzwerte unterhalb des kleinsten an der PTB erhältlichen Kalibrierwertes vor. Da die Radon-Messtechnik zur Zeit verstärkt an gesellschaftlicher Bedeutung (Gesundheitsvorsorge, Energiesparmaßnahmen und radiologische Sicherheitstechnik) gewinnt, ist der Aufbau einer Low-Level Radon-Referenzkammer (LL-RRK) im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft worden. Nach den vorliegenden Ergebnissen ist die Darstellung der Einheit mit einer Unsicherheit von 5 % (k = 2) für diesen Aktivitätsbereich möglich.