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Referenzmessflächen zur Dosimetrie der Umgebungsstrahlung

Aufgaben

  • Kalibrierung bei einer Umgebungs-Äquivalentdosisleistung von 10 nSv/h bis 500 nSv/h
  • Bestimmung des Ansprechvermögens bezüglich der Umgebungs-Äquivalentdosisleistung für Höhenstrahlung
  • Bestimmung des Ansprechvermögens bezüglich der Umgebungs-Äquivalentdosisleistung für terrestrische Strahlung
  • Experimentelle Simulation einer vorbeiziehenden atmosphärischen Kontamination ("radioaktive Wolke")
  • Durchführung von Vergleichsmessungen von aktiven und passiven Dosimetern
  • Bestimmung des Nulleffekts von Messsystemen
  • Langzeituntersuchung der Umgebungsstrahlung

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Zusammensetzung der natürlichen Umgebungsstrahlung

Die natürliche Umgebungsstrahlung besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: der terrestrischen Strahlung, die auf radioaktive Isotope im Boden (z. B. Kalium-40) zurückzuführen ist, und der sekundären kosmischen Strahlung (Höhenstrahlung), die als Folge des Eindringens der primären kosmischen Strahlung in die Erdatmosphäre entsteht.

Die beiden Komponenten unterscheiden sich erheblich in ihrer Zusammensetzung. Bei der terrestrischen Strahlung handelt es sich ausschließlich um Gammastrahlung mit Energien bis zu 2,6 MeV, während die Umgebungs-Äquivalentdosis durch Höhenstrahlung auf Meereshöhe zu ca. 78 % durch Myonen und Elektronen und zu ca. 20 % durch Neutronen erzeugt wird. Nur weniger als 2 % wird durch Gamma-Strahlung beigetragen. Der Energiebereich erstreckt sich über mehrere Größenordnungen, angefangen bei einigen Kiloelektronenvolt (keV) bis zu einigen hundert Gigaelektronenvolt (GeV).

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