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Medizinische Bildgebung

Arbeitsgruppe 6.24

Profil

Medizinische Bildgebungsverfahren sollen eine zuverlässige Diagnose ermöglichen. Bildgebungsverfahren, die auf der Anwendung ionisierender Strahlung basieren, führen zu einer Strahlendosis für den Patienten und einem damit verbundenen (geringen) Gesundheitsrisiko. Derzeit resultiert der größte Beitrag zur zivilisatorisch bedingten Strahlenbelastung in Deutschland aus medizinischer Diagnostik mit der Röntgen-Computer-Tomographie (CT). Wenn ein objektives Maß für die Bildqualität vorliegt, kann die Dosis so weit verringert werden, bis die für die jeweilige diagnostische Aufgabe erforderliche Bildqualität erreicht ist. Die Quantifizierung der Bildqualität, in Abhängigkeit von der diagnostischen Problemstellung, ist die Aufgabe von Arbeitsgruppe 6.24.

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Forschung/Entwicklung

Entwicklung und Anwendung von Verfahren zur Quantifizierung der Bildqualität

Für den Patienten, mehr noch als für den Arzt, ist von größter Wichtigkeit, ob eine Abweichung vom Normalzustand (eine Läsion, z.B. ein Tumor) auf einer diagnostischen Aufnahme erkannt werden kann oder nicht.

Ein abstraktes Beispiel ist unten gezeigt: ist auf der linken Abbildung eine Läsion zu erkennen? Oder doch eher auf der rechten Seite? Wie stark muss die Bildqualität erhöht werden, um die Läsion sicher erkennen zu können, oder um sicher ausschließen zu können, dass eine solche vorhanden ist?

Um die Bildqualität von Aufnahmen vergleichen zu können, die mit verschiedenen Geräten erzeugt wurden (oder mit unterschiedlichen Parametern am gleichen Gerät) muss ein Maß für die Bildqualität verfügbar sein!

Moderne bildgebende Verfahren greifen auf iterative Rekonstruktionsverfahren oder auch nichtlineare Bildbearbeitungsmethoden zurück, wodurch die bisher verwendeten Maße für die Bildqualität, die aus der linearen Systemtheorie stammen, unbrauchbar werden. Ein möglicher Ansatz ist das sogenannte „task-specific quality assessment“, welches im ICRU-Bericht 54 beschrieben wird.

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Informationen

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