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Messung niedriger Aktivitäten

Zur Messung niedriger Aktivitäten im Bereich von wenigen Millibecquerel bis zu einigen Kilobecquerel stehen der Arbeitsgruppe ein Radiochemielaboratorium, verschiedene Gamma- und Alphaspektrometriemessplätze (Bild 1) sowie Betazähler (Bild 2) zur Verfügung.

Gerät, Detektor und Quelle.
Bild 1: Alphaspektrometrie-Messplatz mit
PIPS-Detektor und Messpräparat.
Mitarbeiter am Betazähler
Bild 2: Betazähler mit Strontium-Messpräparat.
Gerät
Bild 3: Mikrowellen-Gerät zum Totalaufschluss
einer Umweltprobe.
Mitarbeiterin im Labor.
Bild 4: Radiochemische Trennung.

Im Radiochemielaboratorium können verschiedenste Umweltproben aufgeschlossen, d. h. vollständig aufgelöst (Bild 3) werden. Dem Aufschluss folgen eine radiochemische Abtrennung (Bild 4) des Radioelementes und die Herstellung von Plutonium-, Strontium-, Thorium- oder Uran-Messpräparaten. Die Mess- und radiochemischen Analysemethoden sind im Sonderdruck der PTB-Mitteilungen "Spurensuche: Radioaktive Stoffe in der Luft" mit Schwerpunkt auf der Analytik an Luftstaubproben zusammengefasst.

Gammastrahlende Radionuklide werden ohne vorherige radiochemische Trennung direkt in den jeweiligen Materialien bestimmt. Je nach vorhandener Menge und spezifischer Aktivität werden Volumina von 1 ml bis zu 1 l gammaspektrometrisch untersucht. Bei dieser zerstörungsfreien Analysemethode muss allerdings die probenspezifische Absorption der Gammastrahlung berücksichtigt werden. Diese so genannten Selbstabsorptionskorrektionen wie auch nuklidspezifische Summationskorrektionen werden mit dem Computerprogramm GESPECOR bestimmt, das in einer Kooperation zwischen der Universität Bukarest und der PTB entwickelt wurde.