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Explosionsgeschützte elektrische Antriebssysteme

Arbeitsgruppe 3.63

Eine Übersicht über die bisherigen, im Volltext verfügbaren, Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe Explosionsgeschützte elektrische Antriebssysteme:

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Titel:

PM-Synchronmaschine – hohe Energieeffizienz auch in Ex-Bereichen?

Autor(en): C. Lehrmann und N. Yogal
Zeitschrift: antriebstechnik
Jahr: 2016
Monat: März
Seite(n): 80 - 83
Verlag: Vereinigte Fachverlage GmbH
Verlagsort: Mainz
Verschiedenes: 55. Jahrgang, Heft 3
ISSN: 0722-8546
Datei / URL: file:96945
Web URL: http://www.vereinigte-fachverlage.info/zeitschrift-antriebstechnik-maschinenbau-konstruktion.html
Web URL 2: http://www.antriebstechnik.de/static
Zusammenfassung: Auch die sehr energieeffiziente umrichtergespeiste permanentmagneterregte Synchronmaschine eignet sich in der Zündschutzart „Erhöhte Sicherheit“ für den sicheren Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen, wenn die in diesem Beitrag aufgezeigten Randbedingungen beachtet werden und der Antrieb korrekt ausgelegt worden ist. Zukünftig ist geplant, auch die direkt am Netz betreibbare „Line Start PMSM“ sowie die Reluktanzmaschine in die Betrachtungen mit einzubeziehen und ein entsprechendes Schutzkonzept zu entwickeln.
Die auch direkt am Netz betreibbare PM-Synchronmaschine unterscheidet sich von den hier betrachteten Maschinen durch das Vorhandensein des für den Netzanlauf benötigten Rotorkäfigs, in dem beim asynchronen Lauf (Schlupf s ungleich 0) hohe Verluste entstehen können und auch im Synchronismus die im Rotorkäfig induzierten Oberschwingungsströme betrachtet werden müssen, wenn die Maschine am Frequenzumrichter betrieben wird.

Gleiches gilt für einige Bauformen der PM-Synchronmaschine mit aufgeklebten Rotormagneten, wobei während der Fertigung nach dem Abdrehen des ursprünglichen Asynchronmaschinenläufers ein Teil des Käfigs bestehen bleibt.
Bei diesen Maschinenausführungen und auch der Line Start PMSM muss z.B. der Fehlerfall „asynchroner Lauf“ zusätzlich betrachtet werden, da hierbei wie bei der Asynchronmaschine auch hohe Stromwärmeverluste im Rotor auftreten können, die eventuell die Ursache für unzulässige Temperaturen sind.
Weiterhin ist für die Zukunft zusammen mit Industriepartnern die Entwicklung eines nach Richtlinie 94/9/EG zertifizierbaren Motorschutzgerätes für Umrichterbetrieb geplant, welches den Einbau von Temperatursensoren in die Maschine optional werden lassen würde.

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