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Neuer 7-Tesla-Kernspintomograph

Ein neuer Kernspintomograph (Magnetresonanztomograph, MRT) der modernen 7-Tesla-Generation ist im Experimental and Clinical Research Center des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch in Betrieb genommen worden. Es ist weltweit das einzige 7-Tesla-Gerät, an dem auch ein Metrologieinstitut beteiligt ist. Die PTB ist als Projektpartnerin dafür zuständig, die technischen Möglichkeiten des neuen Gerätes auszuloten und für die klinische Anwendung nutzbar zu machen.

Einweihung des neuen 7-Tesla-MRT (von links: Bundesforschungsministerin Annette Schavan, Dr. Bernd Ittermann, PTB, Prof. Dr. Walter Rosenthal, Wissenschaftlicher MDC-Vorstand).

In Kliniken sind MRT-Geräte mit Magnetfeldern der Stärke 1,5 Tesla oder 3 Tesla üblich. Der 7-Tesla-Tomograph wird vorerst ein reines Forschungsinstrument sein, um die Möglichkeiten der Ultrahochfeld-Magnetresonanztomographie zu untersuchen. Während die meisten der bisher rund 30 MRT, die es weltweit mit einem derart hohen Magnetfeld gibt, vorrangig der Hirnforschung dienen, wird das neue Gerät in Berlin-Buch wesentlich vielseitiger eingesetzt werden. Als eines von vieren weltweit ist das Berliner System mit einem 8-kanaligen Sendesystem bestückt. Damit rückt erstmals die Herzbildgebung mittels 7-Tesla-MRT in den Blickpunkt.

Forschungsneuland könnte auch bei der Darstellung molekularer Vorgänge im Körper, beispielsweise bei der Tumorbekämpfung, betreten werden. Projektpartner sind neben dem Max-Delbrück-Centrum und der PTB noch die Berliner Charité, das Leibnizinstitut für Molekulare Pharmakologie und die Firma Siemens.

 

 

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