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Erste Charakterisierung eines Röntgendetektors bei BESSY II und an der MLS

11.08.2010

Erstmals wurde ein Röntgendetektor sowohl an der PTB-eigenen Metrology Light Source (MLS) als auch im PTB-Labor bei BESSY II vollständig charakterisiert und kalibriert. Bei dem vom Max-Planck-Institut  Halbleiterlabor (MPI HLL) entwickelten und hergestellten Detektor für das eROSITA Röntgenteleskop handelt es sich um einen von der Rückseite beleuchteten pnCCD-Chip mit  einer Dicke von 450 µm. Der Detektor hat einen ultradünnen pn-Übergang als Strahlungseintrittsfenster, um eine hohe Nachweiswahrscheinlichkeit im Bereich kleiner Röntgenenergieen zu erreichen. Ein direkt auf dem Chip aufgebrachter Filter unterdrückt die störende Strahlung im sichtbaren und UV-Bereich. Die Nachweiswahrscheinlichkeit wurde in einem breiten Photonenenergiebereich von 3 eV bis 20 keV und die spektralen Antwortfunktionen im Bereich von 100 eV bis 11 keV bestimmt. Die Messungen wurden bei der MLS am VUV-Strahlrohr sowie bei BESSY II am Vierkristallmonochromator-Strahlrohr FCM, am Plangittermonochromator-Strahlrohr SX700 und in der berechenbaren Synchrotronstrahlung am Dipolweißlichtstrahlrohr durchgeführt. Im Photonenenergiebereich von 3 keV bis 10 keV wurde eine Nachweiswahrscheinlichkeit von über 90 % und für sichtbare Strahlung eine Abschwächung von mehr als fünf Größenordnungen gezeigt. Das eROSITA Röntgenteleskop soll 2012 gestartet werden.

Ansprechpartner:

M. Krumrey, AG 7.11, E-Mail: Michael.Krumrey(at)ptb.de
F. Scholze, AG 7.22, E-Mail: Frank.Scholze(at)ptb.de
A. Gottwald, AG 7.23, E-Mail: Alexander.Gottwald(at)ptb.de