Logo PTB

Stellenausschreibung

Wissenschaftler (m/w/d) der Fachrichtung Experimentalphysik / Medizinphysik (mit Promotion) (19-129-6)Freitag, 18. Oktober 2019

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ist das nationale Metrologie-Institut der Bundesrepublik Deutschland mit wissenschaftlich-technischen Dienstleistungsaufgaben und fördert Fortschritt und Zuverlässigkeit in der Messtechnik für Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft.

Im Fachbereich 6.3 „Strahlenschutzdosimetrie“ der Abteilung 6 ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle zu besetzen:


Wissenschaftler (m/w/d) der Fachrichtung Experimentalphysik / Medizinphysik
(mit Promotion)


Die Stelle ist auf 3 Jahre befristet, der Dienstort ist Braunschweig.

Die Vergütung erfolgt je nach persönlichen Voraussetzungen bis Entgeltgruppe 14 TVöD Bund.

Aufgabengebiet:

Das Aufgabengebiet verteilt sich auf zwei Forschungsprojekte:

1.    Etwa 2/3 des Arbeitsaufwandes: Im Rahmen des europäischen Metrologieforschungsprojektes: „Primary standards and traceable measurement methods for X-ray emitting electronic brachytherapy devices“ (PRISM-eBT) soll eine rückführbare Dosimetrie für Miniatur-Röntgenanlagen, die in der modernen Brachytherapie zur Behandlung von Krebspatienten immer häufiger eingesetzt werden, aufgebaut werden. An dem Vorhaben sind insgesamt 8 europäische Institute beteiligt.

Ihre Aufgaben sind:

  • Bestimmung der räumlichen Dosisverteilung im Wasserphantom im Nahfeld von Miniaturröntgen-Röhren verschiedener Bauart
  • Charakterisierung und Untersuchung der Eignung kommerzieller Sekundärnormale insbesondere Szintillationsdetektoren für die Dosimetrie der untersuchten Miniatur-Röntgenanlagen
  • Entwicklung und Validierung eine Kalibrierkette für die rückführbare Dosimetrie von Miniatur-Röntgenanlagen zur Qualitätssicherung in der Klinik

 
2.    Etwa 1/3 des Arbeitsaufwandes: Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Bundesumweltministerium mit dem Titel „Bestimmung von Strahlenschutzszenarien als Voraussetzung für eine nachhaltige Gewährleistung des Strahlenschutzes beim Umgang mit Ultrakurzpuls-Lasern (UKP-Laser) u.a. zur Unterstützung eines einheitlichen Vollzugs“ sind theoretische und experimentelle Arbeiten durchzuführen.

Bei der Materialbearbeitung mit ultrakurzen Laserpulsen kann in Abhängigkeit von verschiedenen Einflussgrößen ionisierende Strahlung entstehen, die unter bestimmten Voraussetzungen eine effektive Dosis von 1 mSv/a in einem strahlenschutzrelevanten Bereich deutlich überschreiten kann.

 
Ihre Aufgaben sind:

  • Ermittlung des radiologischen Gefährdungspotentials der verschiedenen Bauarten von Ultrakurzpuls-Lasersystemen unter Berücksichtigung der unterschiedlichsten Betriebsszenarien
  • Beurteilung des radiologischen Gefährdungspotentials auf eine wissenschaftlich fundierte Datengrundlage basierend
  • Den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik bzgl. des Auftretens ionisierender Strahlung beim Betrieb von UKP-Lasern verschiedenster Bauarten zu ermitteln
  • Konservative und realistische Szenarien beim Betrieb von UKP-Lasern erarbeiten, wobei sowohl Arbeitsabläufe beim Routinebetrieb als auch mögliche Unfallszenarien zu berücksichtigen sind
  • Abschließend auf dieser Basis Berechnungen der Expositionen (Hp(10) und Hp(0,07)) für die erarbeiteten Umgangsszenarien durchführen

 
Für die Bearbeitung beider Forschungsarbeiten gilt: Neben experimentellen Arbeiten sind umfangreiche Monte-Carlo-Simulationen auf einem modernen Computercluster durchzuführen. Die Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern. Sie werden von einem motivierten Team unterstützt und modernste PC- und Messgerätetechnik steht Ihnen zur Verfügung.

 
Anforderungsprofil:

  • Hochschulabschluss in Physik / Medizinphysik mit Promotion in Experimentalphysik
  • Befähigung zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit, nachgewiesen durch Vorträge und Publikationen
  • Nachgewiesene Erfahrungen und Geschick in experimenteller Forschungsarbeit
  • Vertiefte Kenntnisse im Bereich der Dosimetrie ionisierender Strahlung
  • Kenntnisse im Bereich Monte-Carlo-Simulationen sind vorteilhaft
  • Ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zur Arbeit als beruflich strahlenexponierte Person
  • Bereitschaft zu Dienstreisen im In- und Ausland
  • Verhandlungssichere Englischkenntnisse in Wort und Schrift


Weitere fachliche Informationen zu dieser Stelle erhalten Sie bei
Frau Dr. Annette Röttger, Tel.: 0531/592-6300, Email: Annette.Roettger(at)ptb.de oder
Herrn Dr. Rolf Behrens, Tel.: 0531/592-6340, Email: rolf.behrens(at)ptb.de oder
Herrn Dr. Thorsten Schneider, Tel.: 0531/592-6346, Email: thorsten.schneider(at)ptb.de

 

Link zum Fachbereich

 

Die PTB fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und ist deshalb besonders an Bewerbungen von Frauen interessiert.
Die PTB bietet im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten flexible Teilzeitmodelle an,
um insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.
Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Sind Sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

Bitte nutzen Sie unser

oder bewerben Sie sich auf dem Postweg:

Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Referat "Personal"
Kennziffer 19-129-6
Bundesallee 100
38116 Braunschweig

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Bewerbungen per E-Mail nicht entgegennehmen.

Die Bewerbungsfrist endet am 18. Oktober 2019.