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Mit Metrologie in die Zukunft - Herausforderung Medizin

Diagnostik und Therapie

Neue Sensoren für biomagnetische Signale

Messvorrichtung zur Überprüfung von SQUIDs
Messvorrichtung zur schnellen Überprüfung von SQUIDs und MEG

MEG und MKG (Magnetoenzephalografie bzw. -kardiografie) messen die extrem kleinen Magnetfelder, die von den Strömen im Gehirn und im Herzen erzeugt werden. Dazu nutzt man schon seit Jahrzehnten SQUIDs (supraleitende Quanteninterferenzeinheiten), die aufwendig mit Helium gekühlt werden müssen. Die neuen optisch gepumpten Magnetometer (OPM), die in den letzten Jahren kommerziell verfügbar wurden, funktionieren bei Raumtemperatur. Bei ihnen ist es noch wichtiger, dass das Erdmagnetfeld und künstliche Magnetfelder mithilfe aufwendiger Schirmung ferngehalten werden. Auf diesem Gebiet ist die PTB weltweit führend. In ihrem Raum mit dem Namen BMSR2 in Berlin, dem magnetisch bestgeschirmten Raum der Welt, entwickelt sie unter anderem noch empfindlichere SQUIDs für den kombinierten Einsatz von MEG und Magnetresonanztomografie (MRT). Dies ermöglicht noch schärfere Bilder als die reine MRT und dient Ärzten zur Erforschung von Parkinson, Epilepsie und anderen neuro-psychiatrischen Erkrankungen mit dem Ziel einer verbesserten Diagnose und einer personalisierten Therapie. Für das stark wachsende Gebiet der optisch gepumpten Magnetometer baut die PTB gerade ein Labor auf, um die Kooperationen mit Ärzten und Kliniken weiter zu verstärken. Dass die Einbindung der Messexperten aus der PTB in die medizinisch-klinische Welt jetzt schon intensiv ist, zeigt auch die starke internationale Nutzung des DFG- Gerätezentrums „Metrologie für ultra-niedrige Magnetfelder“, zu dem der BSMR2 und weitere magnetisch geschirmte Räume der PTB gehören.

 

Beteiligter Fachbereich
Opens internal link in current window8.2 Biosignale