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Smart grid und E-Mobilität

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW)

Folgende energiewende-relevanten Digitalisierungsbereiche können nach dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) unterschieden werden:

  1. Smart Metering/Sub-Metering
  2. Smart Grid
  3. Smart Mobility
  4. Smart Home/Building
  5. Smart Services

Die PTB erbringt derzeit Dienstleistungen in Forschung, Standardisierung und Konformitätsbewertung zu den Punkten Nr. 1, 2, 3. Zur Nr. 3 ist außerdem das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) einschließlich dem sogenannten Mieterstromgesetz für die Arbeit der PTB relevant, da in diesen Rechtsvorschriften Regelungen für die Ermittlung von Messergebnissen durch indirekte Messungen enthalten sind. Als ein Beispiel ist die PTB im Bereich Anbindung von Gaszählern an Smart Meter Gateway über Funk tätig.

Meilensteine bis Mitte 2018:

  • Erste Baumusterprüfbescheinigungen für Intelligente Messsysteme nach dem Messstellenbetriebsgesetz
    Die im GDEW vorgesehenen intelligenten Messsystem sehen den Einsatz „moderner Messeinrichtungen“ und „Smart Meter Gateways“ vor. Diese Geräte führen messtechnische Funktionen aus, die in den Anwendungsbereich des Mess- und Eichgesetzes fallen. Aus diesem Grund muss der Hersteller dieser Produkte eine Konformitätserklärung betreffend die Erfüllung des MessEG abgeben. Eine notwendige Voraussetzung für eine derartige Konformitätserklärung ist das Vorliegen einer Baumusterprüfbescheinigung der PTB. Die Arbeiten an solchen Baumusterprüfbescheinigungen sind komplex, da sie in Abstimmung mit dem BSI erfolgen müssen. Für moderne Messeinrichtungen gibt es bereits Baumusterprüfbescheinigungen. Für Smart Meter Gateways sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Die Zertifikate für die ersten drei Hersteller sind spätestens Q2/2018 zu erwarten.
  • Erste Baumusterprüfbescheinigungen für Elektroauto-Ladesäulen
    Ladesäulen und Ladesäulen-Parks und Ladesäulen-System führen messtechnische Funktionen aus, die in den Anwendungsbereich des Mess- und Eichgesetzes fallen. Aus diesem Grund muss auch hier der Hersteller der Produkte eine Konformitätserklärung betreffend die Erfüllung des MessEG abgeben. Die Besonderheit beim Stromverkauf über Ladesäulen besteht im ständigen Wechsel der Kunden, die über die Messgeräte in den Ladesäulen abgerechnet werden. Messwerte müssen und genau und für die Übertragung gesichert sein, sie müssen aber auch einem Rechnungsschuldner unabstreitbar zugeordnet werden können. Die einschlägige Industrie muss ihre Produkte entsprechend anpassen. Die Baumusterprüfbescheinigungen für die ersten fünf eichrechtkonformen Ladesäulen sind in Q1/2018 zu erwarten.
  • Anwendungsregel-Entwurf für die Messkonzepte in Anlagen nach dem EEG und Mieterstromgesetz
    Das EEG enthält zahlreiche Regelungen, die eine indirekte Ermittlung von Energiemesswerten erfordern. Indirekt heißt, die Messwerte werden aus Messwerten mehrerer Zähler rechnerischen ermittelt. Außerdem sieht das Gesetz vor, dass auf der Grundlage von Messergebnissen entgelt- und abgaberelevante Steuerungshandlungen in Erzeugungs- und Speicheranalgen erfolgen. Die eichrechtkonforme Realisierung solcher Konzepte kann sehr kostspielig sein. Die betroffenen Interessengruppen ringen daher mit der Clearingstelle EEG und den Eichbehörden um eine den Vermögensrisiken angemessene und verhältnismäßige Umsetzung des EEG in Sachen Messkonzepte. In Zusammenarbeit mit den Eichbehörden, dem VDE-FNN und der Clearingstelle EEG wird der Fachbereich 2.3 bis spätestens Q2/2018 eine Anwendungsregel für eichrechtkonforme Messkonzepte vorlegen, die nach öffentlicher Konsultation den Status einer Anerkannten Regel der Technik erhalten soll.