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National intercomparison on thread measurement in cooperation with the DKD Technical Committee “Length”

06.12.2017

In Zusammenarbeit mit dem DKD-Fachausschuss Länge wurde ein Ringvergleich für Gewindemessgrößen für die Mitglieder des Fachausschusses durchgeführt. 20 DAkkS-akkreditierte Laboratorien haben an diesem Ringvergleich teilgenommen. Die große Anzahl der Teilnehmer zeigt den dringenden Bedarf für einen Ringvergleich in diesem Bereich.

Die PTB hat die Organisation und Auswertung dieses Ringvergleiches übernommen. Hierzu wurden vier kalibrierte Gewindenormale zur Verfügung gestellt, deren Kalibrierwerte als Referenzwerte im Vergleich dienten. Die Grundlagen der Zusammenarbeit wurden in Kooperationsvereinbarungen festgelegt.


1 links) Gewindelehrdorne 1 rechts) Gewindelehrringe

Abb. 1: links: Gewindelehrdorne M60 und M10; rechts: Gewindelehrringe M60 und M10


Es wurden die Gewindeparameter nach den Richtlinien DAkkS-DKD-R 4-3 Blatt 4.8 und 4.9 gemessen. Hierbei war es dem jeweiligen Teilnehmer freigestellt, auch solche Parameter zu messen, die nicht in seinem Akkreditierungsumfang enthalten waren. Für die Vergleichsmessungen kamen im Wesentlichen zwei unterschiedliche Messverfahren zur Anwendung. Mit horizontalen Längenmessgeräten wurde nach der Zweikugelmethode für Innengewinde bzw. dem Dreidrahtverfahren für Außengewinde gemessen. Spezielle Tastschnittgeräte nehmen die Messpunkte scannend auf.

In der Abb. 2 ist exemplarisch ein Diagramm mit den Differenzen der Messwerte der Labore zu den PTB-Referenzwerten für den Gewindelehrdorn M60 x 5,5 dargestellt. Jeder Parameter wurde einzeln aufgeführt. Die schwarzen Fehlerbalken zeigen die erweiterten Messunsicherheiten der Referenzkalibrierung der PTB.


Ergebnisse_Gewindelehrdorn_M60_x_5.5

Abb. 2: Gewindelehrdorn M60 x 5,5 - Durchmesser und Steigung


Es wurden im Ringvergleich 711 Parameter gemessen. Davon sind bei insgesamt 110 Ergebnissen die En-Werte im Betrag größer oder gleich 1, also nicht zufriedenstellend. Hiervon entfallen 69 Ergebnisse auf akkreditierte Bereiche der Teilnehmer und 41 auf nicht akkreditierte Bereiche.

Daraus folgt für die Labore gemäß ihrer Qualitätsmanagement-Handbücher die Notwendigkeit, eine Ursachenanalyse durchzuführen, um künftig zuverlässigere Messergebnisse zu erzielen. Der Erfolg dieses Vorganges wird anschließend durch DAkkS-Begutachter im Rahmen der nächsten Überwachung bzw. Reakkreditierung geprüft.

Die Ergebnisse des Ringvergleichs verdeutlichen die große Bedeutung der externen Vergleichsmessungen für akkreditierte Labore. Dies sollten die Labore zum Anlass nehmen, regelmäßig die eigene Kompetenz in Frage zu stellen und durch Vergleichsmessungen zu belegen.