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Mikroskopie an fluoreszenz-markierten Peptiden in lebenden Zellen

12.01.2015

Unter den biologischen Molekülen bilden die Peptide eine interessante Gruppe, da sie u.a. als Botenstoffe vielfältige Aufgaben erfüllen. Die Beziehungen zwischen ihrer Struktur und ihren Wirkungen in biologischen Systemen sind Gegenstand des EMRP-Projektes „Metrology for biomolecular origin of disease“. Es wird seit Juni 2012 von einem Konsortium aus Partnern in Großbritannien, Deutschland und dem Joint Research Centre der Europäischen Kommission bearbeitet. Die Arbeiten der PTB-Arbeitsgruppe 8.31 betreffen die Wechselwirkung von Peptiden mit Zellmembranen. Als Methoden kommen Weitfeld-Fluoreszenzmikroskopie und konfokale Mikroskopie zum Einsatz. Untersucht werden die lokalen Konzentrationen der markierten Moleküle an der Zellmembran und ggf. im Inneren der Zellen, sowie die Geschwindigkeit, mit der die Moleküle sich an Membranen anlagern. Die Untersuchungen unterstützen daneben die NMR-Biosensorentwicklung in der AG „MR-Messtechnik“ (8.11). Die Fluoreszenzmikroskopie ermöglicht hier die Zuordnung von 129Xe NMR-Signalen markierter Peptide zu unterschiedlichen Anordnungen dieser Peptide in Zellproben.