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Funktionelle Magnetresonanz-Spektroskopie am 7T-Tomografen erfasst dynamische Konzentrationsänderungen wichtiger Metabolite im Gehirn

12.01.2015

MR-Spektroskopie (MRS) im Ultrahochfeld bietet neben höherem Signal-Rauschverhältnis noch den zusätzlichen Vorteil der höheren spektralen Auflösung. Dies wurde in einer Studie am 7-Tesla-MRT an der Berliner Ultrahochfeld-Facility ausgenutzt, um dynamische Veränderungen von Metabolitkonzentrationen während wechselnder funktioneller Stimulation zu bestimmen. In der Studie wurde in Freiwilligen nacheinander jeweils ein Areal in der rechten sowie der linken Gehirnhälfte visuell stimuliert, doch wurden die MR Spektren immer nur lokalisiert in der rechten Hälfte akquiriert. Statistisch signifikante Konzentrationsänderungen infolge der alternierenden Stimulation wurden für Laktat und GABA (Gamma-Aminobuttersäure) beobachtet, während alle anderen nachgewiesenen Metabolite keinen signifikanten Effekt zeigten. Das  positive Ergebnis dieser Proof-of-Principle-Studie ist umso bemerkenswerter, als sowohl Laktat als auch GABA nur mit äußerst geringen Konzentrationen im Gehirn vorhanden sind. Dies bestätigt erneut, dass gerade MRS überproportional von der ultrahohen Feldstärke profitiert.