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MR-Spektroskopie an die Anatomie angepasst

12.01.2015

In der quantitativen MR-Spektroskopie (MRS) des Gehirns entspricht es dem aktuellen Stand der Technik, das Messsignal aus einem quaderförmigen Zielvolumen (Voxel) zu gewinnen, das in der interessierenden Hirnregion platziert wurde. An die verschlungenen Windungen der  Großhirnrinde sind Quader allerdings nur schlecht anzupassen, so dass solche MRS-Voxel entweder sehr klein ausfallen müssen oder in erheblichem Maße durch Substanz von außerhalb des Zielareals kontaminiert sind. In der Arbeitsgruppe In-vivo-MRT wurde jetzt eine neue MRS-Sequenz entwickelt, die es immerhin in zwei Dimensionen erlaubt, anatomisch angepasste Volumina anzuregen. Durch ein Zwei-Schuss-Verfahren zur Lokalisierung auch in der dritten Raumrichtung ist es gelungen, das MR-Signal mit einer sehr kurzen Echozeit auszulesen. Über die bessere anatomische Anpassung der Zielvolumina hinaus können damit  auch Metabolite mit kurzer Spin-Spin-Relaxationszeit detektiert werden.