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Messverfahren für die abgestrahlte Leistung von MRT-Hochfrequenzspulen

09.01.2015

Für die Bewertung der Patientensicherheit einer mehrkanaligen MR-Sendespule bezüglich der deponierten Hochfrequenzleistung ist Kenntnis der kompletten Leistungsbilanz des Sendepfades essentiell. Bei Ultrahochfeldsystemen mit Feldstärken ≥ 7 T muss dafür auch die von der Spule abgestrahlte Leistung berücksichtigt werden, die bei geringeren Feldstärken (und  damit Frequenzen) noch vernachlässigt werden kann. Daher wurde im Rahmen des EMRP-Projekts HLT06 MR Safety ein Verfahren entwickelt, mit dem die bei einer Ultrahochfeld-MRT ins Fernfeld abgestrahlte HF-Leistung mit Hilfe eines Wellenleiters von 2,8 m Länge und 0,6 m Durchmesser durch wenige Punktmessungen bestimmt werden kann. Zusammen mit einem bereits zuvor aufgebauten System zur In-situ-Messung der S-Parameter-Matrix ist nun eine vollständige Bestimmung der Leistungsbilanz von MR-Sende-Arrays für beliebige Ansteuerbedingungen möglich.