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Entwicklung neuer mobiler Sekundärnormale für die Dosimetrie bei niedrigen Dosisleistungen begonnen

20.12.2018

Bei der Mehrzahl der Dosimetrie-Systeme, die sich derzeit in Europas Frühwarnnetzwerken im Einsatz befinden, handelt es sich um Geiger-Müller-Zählrohre, die keine Energieinformation liefern. Zudem weisen diese Zähler ein stark energieabhängiges Ansprechvermögen und einen eingeschränkten Messbereich bezüglich der Gamma-Energie auf, sodass die Ortsdosisleistung (ODL) in unbekannten Feldern nur ungenau gemessen werden kann. Durch Messvergleiche unter Referenzbedingungen können die Eigenschaften unterschiedlicher Systeme systematisch untersucht werden. Sehr gute dosimetrische Eigenschaften (vernachlässigbarer Eigennulleffekt, Linearität des Ansprechvermögens als Funktion der ODL, weitgehende Unabhängigkeit des Ansprechvermögens von der Energie für die Messgröße Umgebungs-Äquivalentdosis H*(10)) zeigten dabei vorrangig bestimmte Hochdruck-Ionisationskammern und neue Spekrometriesysteme auf der Basis von bspw. CeBr3-Szintillationskristallen.

Im Rahmen des EMPIR Projektes Preparedness [1] wird ein Messsystem auf der Basis eines CeBr3 Spektrometers inklusive der erforderlichen Sensorik und Datenkommunikation für den drohnengestützten Einsatz entwickelt. In einem ersten Testlauf auf der Freifläche der PTB wurde das Ansprechvermögen des Detektorsystems getestet und mit einer modifizierten Hochdruckionisationskammer der PTB verglichen. Beide Systeme werden derzeit auf ihre Eignung als Sekundärnormal für die Umgebungsäquivalentdosis bzw. Dosisleistung untersucht.

Literatur

  1. www.preparedness-empir.eu

Ansprechpartner
Opens window for sending emailM. Luchkov, Fachbereich 6.3, Arbeitsgruppe 6.32,
Opens window for sending emailF. Krasniqi, Fachbereich 6.3, Arbeitsgruppe 6.32, E-Mail: Faton.Krasniqi@ptb.de