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Projekt zu Auswirkungen von PV-Installationen auf das städtische Mikroklima gestartet

05.04.2024

Die Arbeitsgruppe 4.53 Solarmodule beteiligt sich im Rahmen eines DFG-Forschungsprojekts an der Untersuchung, wie die flächendeckende Installation von Photovoltaik (PV)-Anlagen das städtische Mikroklima im Freien und in Innenräumen hinsichtlich der thermischen Behaglichkeit der Einwohner und der Luftqualität beeinflusst. Projektleiter ist die Leibniz Universität Hannover und weiterer Projektpartner die Technische Universität Dresden.

Das Vorhaben zielt darauf ab, eine neue Parametrisierung für Aufdach-Solarmodule im LES-Modell PALM zu realisieren, um den Wärmetransport durch Konvektion oder Wärmestrahlung zu berechnen. Dessen Anwendung zur Simulation und Analyse der Auswirkungen der flächendeckenden Installation von PV-Paneelen unter realistischen atmosphärischen Bedingungen soll bisherige widersprüchliche Effekte auflösen. Dazu zählen z. B. Untersuchungen ob flächendeckende PV-Installation in Städten tagsüber zu einer Abkühlung oder Erwärmung der städtischen Atmosphäre führen. Des Weiteren wurde in bisherigen Untersuchungen nicht die komplexe Umströmung der Gebäude aufgelöst.

Die PTB entwickelt und betreibt dafür zur Erfassung von Temperaturflüssen durch die Dachhaut einen Versuchsaufbau, bei dem ein Stück Dach realistisch nachgebildet und teilweise mit Solarmodulen belegt wird. Die dafür nötige Windmessung ist bereits in Form eines Messmastes neben der Solarmodultubushalle zu sehen, auf dem Dach der Halle wird im Laufe des Jahres der Messaufbau umgesetzt.

Ansprechpartner:

Stefan Riechelmann, 4149, stefan.riechelmann(at)ptb.de
Michael Schrempf, 4533, michael.schrempf(at)ptb.de