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Untersuchung der Explosionsfähigkeit organischer lösemittelfreier UV-Lacke in feinversprühtem Zustand

Projektbeschreibung

Beim Umgang mit organischen lösemittelfreien UV-Lacken im feinversprühten Zustand ergibt sich eine sicherheitstechnische Lücke.

Eine wichtige Grundlage zur Beurteilung der Explosionsgefährdung beim Spritzlackieren ist die Berechnung der Durchschnittskonzentration von organischen Lösemitteln innerhalb einer Kabine oder eines Spritzstandes. Diese in der Europäischen Norm für Lackierkabinen etablierte Berechnung ergibt allerdings beim Fehlen organischer Lösemittel den Wert „0 % der UEG“ mit der Folge: keine Zoneneinteilung erforderlich.

Eine andere Beurteilungsgrundlage ist die „PTB-Formel“, mit der die Entzündbarkeit des Lackaerosols bewertet wird. Die bisherigen Untersuchungen lassen darauf schließen, dass auch vollständig lösemittelfreie Lacke in diesem Sinne „entzündbar“ sein können. Zumindest im Bereich des Sprühkegels wären folglich geeignete Zündschutzmaßnahmen erforderlich.

In den Untersuchungen, die zur Entwicklung dieser Formel führten, wurde jedoch nur die Entzündbarkeit flüssiger Beschichtungsstoffe in feinversprühtem Zustand betrachtet, die tatsächlich organische Lösemittel enthalten.

Zur besseren Einschätzung der Problematik, Erweiterung der Datenbasis untersuchter Beschichtungsstoffe, Aufklärung der Widersprüche und Erweiterung des Gültigkeitsbereiches der „PTB-Formel“ werden zur Zeit Untersuchungen zu den sicherheitstechnischen Kenngrößen verspritzter flüssiger organisch lösemittelfreier Beschichtungsstoffe (UV-Lacke) und zur Abschätzung der Menge zündfähiger Atmosphäre durchgeführt.


 

Kontakt

 

Ansprechpartner Dir. u. Prof. Dr.-Ing. Michael Beyer
Tel.: 0531-592-3700
eMail: Michael Beyer
Anschrift Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Arbeitsgruppe 3.73
Bundesallee 100
38116 Braunschweig