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Anforderungen an externe Prüfberichte zur Verwendung in Zulassunsverfahren für E-Zähler und deren Zusatzeinrichtungen

Arbeitsgruppe 2.34

Merkblatt 2.33-98006440-0000-2

Die PTB kann im Rahmen von Zulassungsverfahren Prüfergebnisse externer Laboratorien anerkennen. Notwendige Voraussetzung für die Anerkennung ist die Vorlage eines Prüfberichtes, der folgende Anforderungen erfüllt:
 

  1. Der Prüfbericht darf jeweils nur ein einziges Prüflingsexemplar betreffen. Werden mehrere Geräte geprüft, sind mehrere Berichte erforderlich.
  2. Der Prüfbericht muss die Identität und Kenndaten des geprüften Geräteexemplars eindeutig offenbaren. Hierzu muss der Bericht mindestens die Abschrift oder Fotokopie der Typschildaufschriften enthalten.
  3. Der Prüfbericht muss die Fotokopie oder Abschrift der "Prüfliste" mit den durchzuführenden Prüfungen enthalten. Darin müssen an den dafür in der Liste vorgesehenen Stellen Angaben über die Fundstellen einzelner Prüfergebnisse eingetragen werden. ("Die Prüflisten" werden dem Hersteller von der PTB zur Verfügung gestellt.)
  4. Der Prüfbericht muss für jeden Prüfpunkt der in der Prüfliste angegebenen Prüfungen ein Ergebnis nennen. Wenn in den Prüfvorschriften zu Prüfpunkten quantitative Anforderungen angegeben sind (z.B. Fehlergrenzen oder Grenzen erlaubter Fehleränderungen), muss der Prüfbericht den zulässigen Wert aus der Vorschrift nennen und den dazu ermittelten Prüflingswert angeben (gerundet auf die Stellenzahl des zulässigen Wertes). Bei qualitativ gestellten Anforderungen sind die Prüfergebnisse mit Worten auszudrücken (z.B. "i.O.", "erfüllt" oder ähnlich).
  5. Der Prüfbericht muss im Fall von Elektrizitätszählern erkennen lassen, mit welcher Energieart geprüft wurde. Energiearten in diesem Sinne sind: Positiver oder negativer Wirkverbrauch (+WV, -WV) und positiver oder negativer Blindverbrauch (+BV, -BV) ggf. mit Angabe, ob kapazitive oder induktive Phasenverschiebungen eingestellt wurden.
  6. Der Prüfbericht muss im Fall von Zusatzeinrichtungen zumindest stichwortartige Beschreibungen der angewendeten Prüfprozeduren enthalten.
  7. Der Prüfbericht muss mit einem Deckblatt versehen werden, auf dem mindestens
    - Namen und Anschrift des Prüflaboratoriums,
    - ein stichwortartiges Gesamturteil zu den durchgeführten Prüfungen,
    - der Zeitraum, innerhalb dessen die Prüfungen erfolgten sowie
    - Namen und Unterschrift des für die Prüfungen Verantwortlichen
    angegeben sind.
  8. Der Prüfbericht muss auf jeder seiner Seiten mit Dokumentnamen und Erstellungsdatum ausgestattet sein. Außerdem muss jede Seite mit einer Seitenzahl (#) und der Angabe der Gesamtseitenzahl (##) versehen sein. (Vorzugsweise in der Form: Seite # von ##).

Kahmann

Braunschweig 16.06.1997