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Niedersächsischer Finanzminister Reinhold Hilbers in der PTB

Besichtigung des Kompetenzzentrums für Windenergie

15.07.2019

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) unterstützt mit ihrem neuen „Kompetenzzentrum für Windenergie“ die deutsche Industrie beim Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung im Sinne der Energiewende. Effizienz, Störungsfreiheit und Langlebigkeit der Windanlagen hängen ganz entscheidend von der Wahl des Standorts und der zuverlässigen Qualitätssicherung der betriebenen Komponenten ab. Zwar gibt es schon jetzt Messgeräte, die in diesen Bereichen eine relativ hohe Genauigkeit bieten, doch die endgültige Qualität einer Messung kann nur durch einen Vergleich mit qualitativ hochwertigen Normalen nachgewiesen werden. Notwendig wird die neue Messtechnik, weil Windenergieanlagen immer größer werden – sowohl in Hinblick auf ihre Höhe als auch auf die Abmessungen einzelner Bauteile. Mit dem Windenergie-Kompetenzzentrum ist die PTB das erste nationale Metrologieinstitut, das der Windindustrie Unterstützung für eine zuverlässige und umfassende Qualitätssicherung anbieten kann. 

Panoramaansicht des Windenergie-Kompetenzzentrums der PTB (Stand: Oktober 2018). Mittlerweile hat der Euler-Bau II sein Dach bekommen. Foto: PTB/Q.224

(vlnr) Rolf Borrmann-Schulte (Projektleiter, Staatliches Baumanagement Braunschweig), Gesche Grüneberg-Damm (Leiterin "Technische Infrastruktur", PTB), Thomas Popp (Bauamtsleiter, Staatliches Baumanagement Braunschweig), Reinhold Hilbers (Finanzminister, Niedersachsen), Dr-Ing., Julia Hornig (Geschäftsführerein des Windenergiezentrums der PTB), Prof. Dr. Frank Härtig (Leiter der PTB-Abteilung "Mechanik und Akustik"), Ulrich Most (Baugruppenleiter, Staatliches Baumanagement Braunschweig)

Besuch im Windenergiezentrum der PTB: Dr.-Ing. Julia Hornig erläutert Finanzminister Reinhold Hilbers technische Details über die messtechnischen Möglichkeiten der PTB rund um das Thema Windenergie. Im Hintergrund: Prof. h.c. Dr. Frank Härtig (Leiter der PTB-Abteilung "Mechanik und Akustik")

Der Ende 2017 fertiggestellte Neubau Euler I beherbergt unter anderem ein Groß-Koordinatenmessgerät, mit dem sehr große Bauteile von Windenergieanlagen exakt gemessen werden, wie beispielsweise bis zu vier Meter große Zahnräder. Das insgesamt verfügbare Messvolumen beträgt 5 m x 4 m x 2 m. Zudem hält eine neue Messtechnik für die Windgeschwindigkeit Einzug, um die Ertragsprognosen für neue Windenergieanlagen zu verbessern. Sie besteht aus einer Windkanalmesseinrichtung zur Validierung eines neuen Lidar-Systems als mobiler Referenz für die Windfernmessung.

Zu Euler I gesellt sich dann der momentan noch in der Bauphase befindliche Euler-Bau II. In diesem Gebäude wird es in Deutschland auch erstmalig eine Drehmoment-Normalmess-einrichtung geben, mit der Drehmomente bis 5 Meganewtonmeter kalibriert werden können. Zum Vergleich: Hier geht es um Drehmomente, die rund 10 000-mal größer sind, als die eines Pkw. In Hinblick auf die stetig weiter anwachsende Dimension von Windenergieanlagen soll diese Anlage auf Drehmomente bis zu 20 Meganewtonmeter ausgebaut werden können.

Das Gebäude, bestehend aus einer klimatisierten 11 m hohen Halle mit Kranbahn einschließlich der erforderlichen Peripherieräume, wird Ende 2019 fertiggestellt sein. Dann kann auf einem besonderen Schwingfundament die tonnenschwere Kalibriereinrichtung installiert werden.

Beide Bauabschnitte des Windenergie-Kompetenzzentrums werden insgesamt ca. 15 Millionen Euro kosten, der Anteil der Gebäudekosten beträgt ca. 6,5 Mio. Euro. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit rund zehn Millionen Euro. Die fachliche Aufsicht hat hier der Projektträger Jülich (PTJ) inne, zuständig für die Konzeption, Durchführung und Projektleitung der Bauvorhaben in der PTB ist das Staatliche Baumanagement Braunschweig.

 

Ansprechpartner für die Presse:

Dr. Dr. Jens Simon
Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
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