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Neues MKG-Gerät für Herzsignale von Mäusen

Neues Tischgerät kommt ohne aufwendige Abschirmung aus

12.11.2007

Viele Herz-Kreislauferkrankungen des Menschen lassen sich auch gut an Mäusen studieren. Vor einer EKG-Untersuchung müssen die Tiere aber narkotisiert werden – was einen Einfluss auf ihre Herztätigkeit hat –, oder ihnen muss ein kleiner Sender eingepflanzt werden – was teuer ist. Diese Nachteile fallen bei einem neuen Gerät weg, das in der PTB Berlin entwickelt worden ist. Das MKG-Gerät, das biomagnetische Gegenstück zum EKG-Gerät, erspürt mit hochempfindlichen Messonden die Magnetfelder und somit die elektrische Aktivität des Herzens. So können die Mäuse ohne Vorbereitung direkt gemessen werden. Außerdem ist nicht mehr, wie sonst bei biomagnetischen Messungen, eine aufwendige Kabine nötig, die die Magnetfelder der Erde abschirmt. Wie Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin gezeigt haben, können die Herzsignale der Mäuse mit dem neuen Tischgerät unter üblichen Laborbedingungen berührungslos aufgezeichnet werden.

Ansprechpartner:
Dr. Lutz Trahms, PTB-Fachbereich 8.2 Biosignale, Tel. (030) 3481-7213, e-mail: lutz.trahms(at)ptb.de