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Branchenweite Zusammenarbeit soll Ernstfall verhindern

03.09.2001

DECHEMA-Fachtreffen Sicherheitstechnik und 9.BAM/PTB-Kolloquium zur chemischen und physikalischen Sicherheitstechnik.

Wie vermeidet man die Entzündung explosionsfähiger Gemische durch elektrostatische Entladungen von Kunststoffen, wie verhindert man das Bersten eines Tanks nach einer Explosion oder die Übertragung der Reaktion auf einen anderen Tank, welche Sicherheitskonzepte werden in der Industrie eingesetzt, um chemische Reaktoren sicher zu betreiben ...? Diese und andere sicherheitstechnische Fragen werden im Rahmen einer umfangreichen Tagung erörtert. Veranstalter sind die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die Physikalisch -Technische Bundesanstalt (PTB) und in diesem Jahr: die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (DECHEMA).

Etwa 200 Fachleute aus der chemischen Industrie und von Geräteherstellern, aus Universitäten, Sachverständigenorganisationen und Prüfinstitutionen sowie aus Behörden und Aufsichtsstellen treffen sich am 11. und 12. 9. in der PTB in Braunschweig, um Themen der Anlagensicherheit in der chemischen Industrie und hier besonders Fragen des Explosionsschutzes zu diskutieren. Die Fachsektion Sicherheitstechnik der DECHEMA bereichert diese BAM-PTB-Tagung durch eine Auswahl aktueller Themen aus dem DECHEMA/GVC-Gemeinschaftsausschuss "Sicherheitstechnik in Chemieanlagen".

Spätestens im Jahr 2003 sollten die europäischen Explosionsschutz-Direktiven, die europaweit für die gleiche Sicherheit am Arbeitsplatz und in der Umgebung von Produktionsanlagen sorgen, umgesetzt sein. Ein Teil der Tagungsbeiträge befasst sich daher mit den Auswirkungen dieser Regelungen auf den zuverlässigen Betrieb von chemischen Anlagen und die sichere Konstruktion von Apparaten und Geräten. Die internationalen und europäischen Normen, die als Folge der Direktiven auf die-sem Gebiet entstehen, gehören ebenso zum Programm wie die Forschungsergebnisse der Sicherheitstechnik, die in der chemischen Industrie, in Universitäten, BAM und PTB erarbeitet wurden. Aber auch praktische Sicherheitskonzepte, die Auswertung von Erfahrungsberichten von Unfällen und das systematische Vorgehen bei der Bewertung von Risiken stehen auf der Tagesordnung.

Zeit: 11./12.09.2001

Weitere Informationen:

Dr. Heino Bothe, 0531/592-3300, E-mail: heino.bothe(at)ptb.de

Dr. Hans Wehinger, 0531/592-3400, E-mail: Hans.Wehinger@ptb.de