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Wie wirken ionisierende Strahlen?

05.02.2001

Dr. Hans Georg Menzel (CERN Genf) spricht über Säugetierzellen und ihre Reaktionen auf ionisierende Strahlen

Beim Thema Strahlen scheiden sich die Geister. Doch die politische Diskussion um Nutzen und Schaden von Strahleneinsätzen wird oftmals ohne Kenntnis der physikalischen und biologischen Grundlagen geführt. Einen Überblick über die Folgeprozessse, die ionisierende Strahlen in Mensch und Tier auslösen, will das PTB-Kolloquium am 20. Februar 2001 um 14 Uhr im Hörsaal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt bieten. Wie immer sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Dr. Menzel von der European Organization for Nuclear Research nennt die von ionisierenden Strahlen in Säugetierzellen ausgelösten physikalischen Primärprozesse und die chemischen und biologischen Folgeprozesse sehr komplex. In einer Übersicht über physikalische und biologische Phänomene, die für das Verständnis der biologischen Wirkung ionisierender Strahlen relevant sind, wird dies deutlich. Dabei wird Menzel auf Methoden und Ergebnisse aus der Mikrodosimetrie eingehen und insbesondere die praktische Anwendung im Strahlenschutz und in der Therapie thematisieren. Neue Erkenntnisse beruhen auf Ergebnissen, die mit neuen molekularbiologischen Techniken gewonnen wurden, sowie auf komplexen Computersimulationen.

Anlaß des Festkolloquiums ist die Verabschiedung von Herrn Dr. Günther Dietze, der auf eine dreißigjährige PTB-Zugehörigkeit zurückblicken kann. Zunächst Laborleiter übernahm er 1984 die Leitung des Fachbereichs "Neutronendosimetrie" und leitete seit 1989 die PTB-Abteilung "Ionisierende Strahlung". Seit 1992 hat er darüberhinaus den Vorsitz der European Radiation Dosimetry Group inne und ist stellvertretender Vorsitzender der Strahlenschutzkommission beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Deutschland.