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Maßnahmen zum Personenschutz bei Kalibrierungen mit magnetischen Wechselfeldern.

Kategorien:
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  • Wirtschaft
31.12.2003

Das Bundesamt für Strahlenschutz - BfS - hat die bislang geltenden, in der DIN-VDE-Norm 0848 genannten Grenzwerte für die Exposition in magnetischen Wechselfeldern mit seiner Empfehlung „Schutz der Bevölkerung bei Exposition durch elektromagnetische Felder" erheblich reduziert. So wurde beispielsweise der Grenzwert für Dauerexposition in magnetischen Feldern mit einer Frequenz von 50 Hz von 1 mT auf 0,1 mT gesenkt. Zur Kalibrierung handelsüblicher Magnetometer werden aber regelmäßig Flussdichten bis 1 mT verlangt. Um der Empfehlung des BfS Rechnung zu tragen, wurde der bestehende Wechselfeldmessplatz umgerüstet und weitgehend automatisiert, so dass das Bedienpersonal kaum noch dem Streufeld der großvolumigen Feldspulen zur Erzeugung der Vorgabefelder ausgesetzt ist.

Neben den Feldspulen sind die wesentlichen Komponenten des Messplatzes ein programmierbarer Frequenzgenerator mit nachgeschaltetem Leistungsverstärker, ein rechnergesteuertes, präzises AC-Digitalvoltmeter zur Messung des Spulenstroms und außerdem Schaltungsmodule, mit denen eine Blindlastkompensation erreicht bzw. Blindstromkomponenten minimiert werden. Um alle Werte der Vorgabefelder einstellen zu können, ist für jede gewünschte Frequenz eine Probemessung erforderlich, mit der die Generatorspannung unter Berücksichtigung der jeweils erforderlichen Blindlastkompensation ermittelt wird. Danach können die für die geforderten Feldwerte einzustellenden Spannungen mit einer "LabView"-Routine berechnet, der Messablauf gesteuert und die Messwerte erfasst werden. Der augenblickliche Status der Messung kann vom Bediener an einem autorisierten Arbeitsplatzrechner eingesehen werden. Zur Adaptierung der Prüflinge an die Messroutine stehen diverse "LabView"-Routinen zur Verfügung, die in der Regel von den Herstellern der Prüflinge bereitgestellt werden.


Rechnergesteuerter Messplatz zur Kalibrierung von Magnetometern in Wechselfeldern.

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Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Dr. Jens Simon

Telefon: (0531) 592-3005
E-Mail:
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