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Kompetenzzentrum für Windenergie

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Mit dem neuen Kompetenzzentrum für Windenergie (CCW) stellt die PTB der deutschen Windenergiebranche eine weltweit einzigartige messtechnische Infrastruktur zur Verfügung, um auch zukünftig den zuverlässigen Betrieb der immer größeren und leistungsfähigeren Windenergieanlagen zu ermöglichen. Im neuen CCW sollen die für die Windenergie wichtigsten Kompetenzen der PTB gebündelt werden:

  • die Messung geometrischer Größen (z. B. Zahnräder) mithilfe eines neuen Groß-Koordinatenmessgeräts (Messvolumen 5 m x 4 m x 2 m)
  • die erstmalige Rückführung großer Drehmomente bis zu 5 MN∙m (perspektivisch bis zu 20 MN∙m) in einer von der PTB selbst entwickelten neuen Drehmoment-Normalmesseinrichtung
  • die exakte Kalibrierung von mobilen Windlidar-Systemen in einem Windkanal zur Bestimmung von Windgeschwindigkeitsvektoren

Ziel ist es, die Effizienz, Störungsfreiheit und Langlebigkeit von Windenergieanlagen, besonders in Hinblick auf deren ständig wachsende Größe, zu verbessern. Die PTB unterstützt damit das Ziel der deutschen Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromverbrauch bis 2050 kontinuierlich auf über 80 % zu steigern. Derzeit liegt dieser Anteil bei rund 38 %, zu dem die Windenergie mit 18,6 % den mit Abstand größten Beitrag leistet (nachzulesen beim Umweltbundesamt). Die gesetzlichen Grundlagen bilden der Klimaschutzplan 2050 und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das CCW über fünf Jahre hinweg (2016-2020) mit rund 9,5 Mio. Euro für die Anschaffung und den Aufbau der Messsysteme sowie für die Finanzierung des technisch-wissenschaftlichen Personals. Für den Bau des CCW-Gebäudekomplexes und der für dessen Betrieb notwendigen Infrastruktur investiert die PTB Haushaltsmittel in Höhe von ca. 5,5 Mio. Euro.

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