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Erneuerung der Messmittel: Umzug für die Radon-Messtechnik

01.02.2011

Die Radon-Messtechnik der PTB zieht um: Nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit beim Aufbau, Forschen und Entwickeln neuer Verfahren wird der bislang genutzte Laborbereich zu eng. Die Erweiterung der Radon-Messtechnik in den letzten Jahren von Radon-222 auf Radon-220 (Thoron) und seit neuestem auf den Sektor der Low-Level Messungen, haben einen Zuwachs an Messmitteln nach sich gezogen.

Im neuen Gebäude, dem renovierten Elster-Geitel-Bau, sind im Kellergeschoß eine neue Radonnormal-Kammer RNK-II mit einem Volumen von ca. 21 m3 und eine teilerneuerte Thoron-Folgeprodukt-Kammer TFK-II mit einem Volumen von ca. 6 m3 errichtet worden.

Die neue RNK-II hat eine geschweißte Isolierzelle, um eine optimale Gasdichtigkeit zu gewährleisten. Die minimale Temperatur beträgt nun -40°C. Der Klimabereich deckt einen Temperaturbereich von +10°C bis +60°C bei einem relativen Feuchtebereich von 10 % bis 95 % ab. Die Regelung und Steuerung der RNK erfolgt über ein kommerzielles Programm.

Die neue TFK-II behält die Spezifikationen bei. Der Klimabereich deckt einen Temperaturbereich von +10°C bis +70°C bei einem relativen Feuchtebereich von 10 % bis 95 % ab.

Das Kellergeschoß des Elster-Geitel-Baus ist mit einer Klimaanlage ausgestattet, die mit 100 % Außenluft betrieben wird und über Feinstaubfilter in der Zuluftleitung verfügt. Dadurch wird eine Reduktion des natürlichen Untergrundes durch Radon und Radon-Folgeprodukte und somit eine Verkleinerung der Messunsicherheiten vor allem im Bereich der Thoron- und Thoron-Folgeprodukt-Messungen gewährleistet.

Nach Umzug und Wiederaufbau des Labors im neuen Gebäude Ende 2010 erfolgt das Einfahren der neuen Klimakammern in Bezug auf die von Kunden vorzugsweise gewünschten Spezifikationen der Umweltparameter, der Aerosolkonzentration und der Radon-Aktivitätskonzentration, damit der Kalibrierbetrieb möglichst reibungslos wieder aufgenommen werden kann.