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Forschungsprojekt

Verifikation des Virtuellen Koordinatenmessgerätes (VCMM)

Projektzeitraum

Beginn:  November 2015
Ende:     April 2018

 

Projektbeschreibung

Die Bestimmung der Messunsicherheit einer komplexen 3D-Messaufgabe mit Hilfe von Monte-Carlo-Simulationen ist eine zeit- und kosteneffiziente Methode. Das von der PTB entwickelte „Virtuelle Koordinatenmessgerät“ (VCMM) stellt eine softwaretechnische Umsetzung dieses Verfahrens dar. Eine erste Version des VCMM ist bereits 2002 veröffentlicht worden (Wäldele & Schwenke 2002). Seitdem wurde die Software gründlich überarbeitet, modular neu strukturiert und objektorientiert programmiert. Die mathematischen Modelle zur Simulation von Messabweichungen wurden - wo erforderlich - ­dem technischen Fortschritt angepasst. Die Weiterentwicklung des virtuellen Koordinatenmessgeräts VCMM ermöglicht die Angabe der Messunsicherheit bei der Ermittlung von Maß, Form und Lage zusätzlich zu Einzelpunktmessungen auch für scannende Messungen.

Im Rahmen dieses mit Industriepartnern und Kalibrierlaboratorien durchgeführten Projektes erfolgt die Verifizierung des Simulations-verfahrens für scannende Messungen, sodass es in Messlaboren und akkreditierten Kalibrierlaboratorien zur Messunsicherheitsbestimmung eingesetzt werden kann. Weiterhin ist eine Reduzierung des Aufwands bei der Erfassung der Einflussgrößen beabsichtigt, um die Akzeptanz und damit die Anwendung des Verfahrens im industriellen Umfeld zu erweitern.

 

Projektpartner

Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH, eµmetron GmbH, FEINMESS GmbH & Co. KG, Hexagon Metrology GmbH


Literatur

Wäldele, F. und Schwenke, H.: Automatische Bestimmung der Messunsicherheit auf KMGs auf dem Weg in die industrielle Praxis, Technisches Messen, 69 (12), 550-557, 2002


Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Matthias Franke und Dr. Daniel Heißelmann