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Forschungsprojekt

Erhöhung der Verfügbarkeit und Qualitätsoptimierung von Triebstrangkomponenten und Verzahnungen für Windenergieanlagen (EVeQT)

Projektzeitraum

Beginn: September 2012
Ende:   Januar 2017

Projektbeschreibung

Windenergieanlagen (WEA) sind hohen dynamischen Belastungen ausgesetzt. In vielen Anlagen sind in den vergangenen Jahren gehäuft Lager- und Zahnradschäden aufgetreten, die auf Qualtätsmängel an den Getriebebauteilen zurückzuführen sind. Um solchen Schäden nachhaltig vorzubeugen, ist eine zuverlässige und aussagefähige Messtechnik Voraussetzung.

Aus diesem Grund ist das Ziel dieses Vorhabens die erstmalige und nachhaltige Sicherstellung zuverlässiger Messungen von Großverzahnungen für WEA sowohl in der Fertigung als auch im späteren Betrieb. Auf diese Weise soll die Erhöhung der Verfügbarkeit und eine Senkung der spezifischen Kosten ermöglicht werden.

Grundlage für die angestrebten zuverlässigen Messungen ist der Aufbau einer vollständig rückgeführten Verfahrenskette beginnend bei dem deutschen Metrologieinstitut, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), über akkreditierte Laboratorien unter der Obhut der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) bis hinein in die Industrie. Hierfür werden im Projekt u. a. neue Großverzahnungsnormale entwickelt, die den Bedürfnissen der Industrie angepasst sind. Nach Ende der Projektlaufzeit sind die Voraussetzungen geschaffen, um zukünftig Konformitätsbewertungsstellen (KBS) für Großverzahnungen akkreditieren zu können. Durch Aufbau einer Rückführungskette über akkreditierte KBS kann die Industrie erstmals ihre großen Zahnräder und Zahnradnormale kalibrieren lassen, mit denen sie die Qualität ihrer Verzahnungsmessungen normgerecht und im Anschluss an die SI-Einheiten nachweisen können. Nur so lassen sich erstmals zuverlässig und eindeutig unterschiedliche Messprozesse in der Industrie beurteilen und vergleichen.

Projektpartner

Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ, Universität Bremen), 1 Industriepartner


Ansprechpartner

Ann-Kathrin Wiemann, M. Sc und Dr. rer. nat. Martin Stein