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Erstes Kalibrierlaboratorium für element-analytische Messungen in der klinischen Chemie fachlich begutachtet

01.11.2005

Chemischen Kalibrierlaboratorien kommt im Qualitätssicherungssystem der klinischen Chemie zentrale Bedeutung zu. Nach der Richtlinie der Bundesärztekammer haben diese u. a. die Aufgabe für die medizinischen Routinelaboratorien Kalibrier- und Kontrollproben bereitzustellen und die vorgeschriebenen Vergleichsmessungen zum Nachweis der Messkompetenz, an denen jedes Routinelaboratorium sechsmal pro Jahr teilnehmen muss, durchzuführen.

Mit der Begutachtung des Kalibrierlaboratoriums II des "Referenzinstitutes für Bioanalytik der Deutschen Vereinigten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin" an der Medizinischen Hochschule Hannover für den DKD konnte nun erstmals ein für anorganische Analyten verantwortliches Laboratorium an das von der PTB bereitgehaltene Primärsystem angeschossen werden. Damit ist auch in diesem Bereich ein erster Schritt zur Rückführung klinisch-chemischer Messergebnisse auf das SI erfolgt.

Die Akkreditierung erfolgte zunächst für die Messgröße "Stoffmengenkonzentration von Kalium", die in Humanserum beispielsweise für die Erkennung von Herzinsuffizienzen und für die Beurteilung des Säure/Base- und Elektrolythaushaltes von großer Bedeutung ist. Die Messfähigkeit wurde im Rahmen einer internationalen Vergleichsmessung des "Joint Committee on Traceability in Laboratory Medicine" (JCTLM) überprüft, an der sowohl das Kalibrierlaboratorium als auch die PTB teilgenommen haben. Die Übereinstimmung der Messergebnisse lag im Rahmen der Messunsicherheit des Kalibrierlaboratoriums von 2%.

((Anm.: Die Akkreditierung erfolgt durch die Akkreditierungsstelle des DKD bei der PTB.))