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Die Revision des Internationalen Einheitensystems

31.03.2020

Nach jahrelanger Forschung in den großen Metrologieinstituten hat sich die Weltgemeinschaft auf die Revision des Internationalen Einheitensystems verständigt – sie trat mit dem Weltmetrologietag am 20. Mai 2019 in Kraf.

Dieser Tag markiert eine Zäsur in der Entwicklung der physikalischen und technischen Maßeinheiten, denn nun haben die Einheiten das solideste Fundament bekommen, das sich aus physikalischer Sicht überhaupt nur denken lässt: Ein Satz von Naturkonstanten mit festgelegten Werten bildet die Grundlage für ihre Defnitionen. Die Idee, eine Maßeinheit auf der Basis von Naturkonstanten zu defnieren, ist prinzipiell nicht neu. Was bei der Defnition der Sekunde mittels Atomuhren vor 50 Jahren und bei der Definition des Meters mithilfe der Lichtgeschwindigkeit vor über 30 Jahren begonnen wurde, wird nun für alle Einheiten im Internationalen Einheitensystem fortgesetzt. Vier weitere Konstanten spielen dabei die Hauptrollen: die Planck-Konstante h, die Avogadrokonstante NA, die Boltzmann-Konstante k und die Ladung des Elektrons e.

 

Als Vorbereitung auf die Revision des Einheitensystems hatten in den metrologischen Laboratorien in den vorangegangenen Jahren aufwendige Experimente stattgefunden, um eben diese Konstanten so gut es geht zu messen. Einstimmig beschlossen wurden die Neude- nitionen bereits auf der Generalkonferenz der Meterkonvention im November 2018 in Versailles.