Logo PTB
Hermann-von-Helmholtz-Symposium und -Preis

Helmholtz-Preis FAQ

Darf ich mich für den Preis selber bewerben oder muss ich vorgeschlagen werden?

Beides ist möglich. Für die Helmholtz-Preise der letzten Jahre war die Selbstbewerbung das übliche Verfahren, Fremdvorschläge waren selten. Für die Bewertung der Arbeit durch das Gutachterkollegium spielt es keine Rolle, ob man sich selber bewirbt oder vorgeschlagen wird.

Wie ist das Gutachterkollegium zusammengesetzt?

Es besteht aus fünf anerkannten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die die relevanten Fachgebiete für den Helmholtz-Preis (Physik, Chemie, Medizin, Ingenieurswissenschaften) repräsentieren.

Gibt es thematische Einschränkungen für die eingereichte Arbeit?

Präzisionsmessungen in Physik, Chemie, Medizin, Ingenieurswissenschaften: Aus einem oder mehreren dieser Bereiche sollte die Arbeit kommen. Wichtig ist für das Gutachterkollegium, dass erkennbar ist, dass die Bewerber um den Helmholtz-Preis eigene wissenschaftliche oder technologische Beiträge geleistet haben, um das Messergebnis zu erzielen. Und natürlich, dass der Präzisionsanspruch eine Rolle spielt, wobei die Bedeutung von „Präzision“ vom Fachgebiet abhängt.

Muss die Arbeit schon in einer Fachzeitschrift veröffentlicht sein? Darf sie schon vorher veröffentlicht sein?

Die eingereichte Arbeit muss nicht veröffentlicht sein. Wenn sie schon veröffentlicht wurde, sollte das Datum nicht zu weit zurückliegen (keinesfalls mehr als zwei Jahre), denn der Helmholtz-Preis wird für „kürzlich abgeschlossene“ Arbeiten vergeben.

Kann ich eine Original-Veröffentlichung einreichen oder soll ich ein spezifisches Manuskript für die Bewerbung schreiben?

Beides ist möglich. Das Einreichen einer Originalarbeit macht Ihnen weniger Arbeit. Es muss aber bedacht werden, dass das Gutachterkollegium nur aus fünf Personen besteht, also im Normalfall kein ausgewiesener Experte auf Ihrem spezifischen Fachgebiet vertreten ist. Wenn Sie eine Originalveröffentlichung einreichen, sollten Sie also darauf achten, dass sie so geschrieben ist, dass die Bedeutung und „Erfindungshöhe“ dieser Arbeit  nicht nur für absolute Fachleute erkennbar ist. Daher kann es unter Umständen besser sein, wenn Sie ein eigens für diese Bewerbung geschriebenes Manuskript erstellen. Diesen Weg wählen erfahrungsgemäß die meisten Bewerber um den Preis.

Wie lang soll bzw. darf die Arbeit sein?

Hier gibt es keine spezifischen Vorgaben; es gelten die üblichen Gepflogenheiten für wissenschaftliche Manuskripte.

In welcher Sprache muss das Manuskript verfasst sein?

Auf Deutsch oder auf Englisch. In jedem Fall sind ein deutscher Titel und eine deutsche Zusammenfassung erforderlich.

Kann auch mehr als eine Person ausgezeichnet werden?

Ja. Siehe dazu auch die nächste Frage.

Wir waren zu X Personen als Autoren auf der Veröffentlichung, aber nur Y (Y < X) bewerben sich um den Helmholtz-Preis. Ist das möglich?

Ja. Allerdings fragen sich das Gutachterkollegium in solch einem Fall, warum nur eine Untermenge von Y Autoren ausgezeichnet werden soll, wo doch X Personen so wichtige inhaltliche Beiträge geleistet haben, dass sie Autoren der Veröffentlichung waren. Dies sollten Sie also bei der Einreichung erklären. Nicht im Sinne des Helmholtz-Preises ist die Auszeichnung einer Person, die vor allem als Sprecher einer großen Kollaboration auftritt --- der wissenschaftliche bzw. messtechnische Beitrag der ausgezeichneten Person bzw. kleinen Personengruppe muss nachvollziehbar erkennbar sein.

Meine Arbeit wird nie wirklich „abgeschlossen“ sein, aber ich habe ein tolles Zwischenergebnis. Habe ich damit Chancen auf den Helmholtz-Preis?

Der Helmholtz-Preis soll eine kürzlich abgeschlossene Arbeit auszeichnen, wo also eine wissenschaftlich oder technologisch interessante Frage beantwortet worden ist. Was „abgeschlossen“ genau bedeutet, ist zu einem gewissen Grade eine Interpretationsfrage. Manch ein Experiment ist nie wirklich beendet, denn mit der Beantwortung der aktuellen Frage stellen sich gleich weitere. Dennoch ist oftmals ein klares wissenschaftliches Ergebnis erzielt worden --- auch, wenn man danach gleich das Experiment umbaut oder aufrüstet. Dieses in sich abgeschlossene Ergebnis kann die Voraussetzungen für den Helmholtz-Preis erfüllen.

Ein Gegenbeispiel: „Der Aufbau der Apparatur ist abgeschlossen, und nun können wir mit Messen anfangen“: Das ist für den Helmholtz-Preis noch nicht relevant, aber vielleicht ja in einem späteren Jahr, wenn wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen.

Wann erfahre ich, ob meine Bewerbung Erfolg hatte?

Der/die Preisträger/in wird unmittelbar im Anschluss an die Gutachtersitzung benachrichtigt, welche voraussichtlich Ende März/Anfang April stattfinden wird. Bis ca. Mitte April sollten alle Bewerber um den Helmholtz-Preis schriftlich benachrichtigt worden sein.

Ist die Preisverleihung öffentlich? Wie läuft sie ab?

Die festliche Preisverleihung ist in das eintägige Helmholtz-Symposium eingebettet. Das Programm des Symposiums ist unabhängig vom Thema der mit dem Helmholtz-Preis ausgezeichneten Arbeit (und umgekehrt) und wird von eingeladenen Experten und Expertinnen bestritten. Diese Veranstaltung steht jedermann offen.

In der Feierstunde zur Preisverleihung, üblicherweise am späten Nachmittag, trägt unter anderem der/die Preisträger/in über seine /ihre Arbeit vor. Auch dieser Teil ist öffentlich.

Meine Arbeit hat nichts mit dem Thema des Helmholtz-Symposiums zu tun. Hat es trotzdem Zweck, sich zu bewerben?

Das Thema des Symposiums hat keinerlei Bezug oder Einfluss auf den Auswahlprozess durch das Gutachterkollegium. Es wäre reiner Zufall, wenn der Helmholtz-Preis zum Thema des Helmholtz-Symposiums passen würde.