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Skala eines Messgeräts

Druck und Vakuum

Christian Elbert

Im Fachausschuss Druck und Vakuum sind derzeit mehr als 60 Laboratorien vertreten. Ein breiter Mix der Teilnehmer aus Geräteherstellern, Anwendern in werksinternen Laboratorien sowie Dienstleistern sorgt für eine repräsentative Vertretung der verschiedenen Interessensgruppen. Durch die Einbindung des Fachausschussvorsitzenden in Gremien der DAkkS sowie des Bundeswirtschaftsministeriums ist weiterhin ein übergreifender Interessensausgleich sichergestellt. Dieser wird bei den Fachausschusssitzungen durch regelmäßige Teilnahme von Mitarbeitern aus der PTB sowie der DAkkS weiter intensiviert.

 

Diese üblicherweise jährlich stattfindenden Treffen dienen als Kommunikationsplattform zur Förderung des gegenseitigen Austauschs und ermöglichen Diskussionen zu aktuellen Themen der Messtechnik. So gehören zum Beispiel die Kalibrierung kleiner Differenzdrücke bei hohen statischen Drücken sowie generell immer höher werdende Ansprüche an die Genauigkeit der Druckmessung zu den Herausforderungen, die aus der Industrie an die Kalibrierer herangetragen werden.

 

Neben den aktuellen Aufgabenstellungen werden in verschiedenen fachausschussinternen Arbeitsgruppen in enger Zusammenarbeit mit den PTB-Mitarbeitern grundlegende fachspezifische Themen bearbeitet. Momentan beschäftigt man sich z. B. mit einer Überarbeitung der Kalibrierrichtlinie DKD-R 6-1. Die erste Version hatte bereits vor Jahren Einzug in die internationale Kalibrierwelt gefunden und dient hier als Grundlagenpapier. Verschiedene Übersetzungen und die Verwendung in einer entsprechenden EA-Richtlinie unterstreichen die globale Bedeutung. Ähnliche Erfolge kann die Arbeitsgruppe der besonders kleinen Drücke – sprich Vakuum – verbuchen.

 

Auch hier wurde mit der DKD-R 6-2 richtungsweisende Basisarbeit geleistet. Seine Aufgabe als technisches Komitee der PTB ergänzt der Fachausschuss nicht zuletzt mit der Organisation und Durchführung von Ringvergleichen. Dieses Angebot an Vergleichsmessungen dient den akkreditierten Laboren als Eignungsnachweis und gewährleistet dem Kunden die technische Kompetenz im Rahmen des Leistungsumfangs der Labore.

 

Zur Abrundung der Agenda haben auch Trends und zukunftsweisende Themen einen festen Bestandteil im Programm und werden regelmäßig diskutiert. Im „digitalen“ Zeitalter widmet man sich zum Beispiel den Möglichkeiten der elektronischen Erstellung und Transferierung von Kalibrierdaten. Interessierte Gäste sind gerne gesehen und können sich über die Homepage des DKD über aktuelle Veranstaltungen informieren.