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DKD

13. Messunsicherheit

Philip M. Fleischmann

„Sicher is‘, dass nix sicher is‘, drum bin ich vorsichtshalber misstrauisch.“ (Karl Valentin)

 

Dass Messungen unsicher sein sollen, ist für Anwender eine grässliche Vorstellung. Und dann auch noch die von Kalibrierlaboratorien! Trotzdem haben auch die genauesten Methoden leider die unangenehme Eigenschaft, dass deren Messunsicherheit nicht Null werden kann.

 

Und genau damit beschäftigt sich der Fachausschuss Messunsicherheit.

 

 

Neben dem Informationsaustausch auf diesem Gebiet muss dabei der Spagat zwischen praxisgerechter Handhabung und mathematisch korrekter Formulierung bewältigt werden: „Gewurzelte Quadratsumme“, „Korrelationskoeffizienten“ und „Monte-Carlo-Simulation“ heißt das Handwerkszeug hierfür.

 

Da der Fachausschuss aus Teilnehmern aller Fachausschüsse besteht, ist es zwar manchmal schwierig, eine Schnittmenge von allgemeinen Verfahren zur besten Problemlösung zu finden.

Aber vielleicht gehört dies ja auch zur Natur der Sache, allenfalls „ungefähr genaue“ Angaben machen zu können?

 

Aktuell beschäftigt sich der Fachausschuss mit der Erstellung eines Leitfadens zur Anwendung von Entscheidungsregeln und der Risikobewertung.

 

Den Anwendern im Kalibrierlaboratorium soll damit ein praktikables Werkzeug zur Verfügung gestellt werden, um wesentliche Punkte der Abschnitte 7.8.6.1 und 7.8.6.2 der DIN EN ISO/IEC 17025:2018 praktikabel erfüllen zu können.

Weitere Arbeiten sind ein Leitfaden für die Rundung von Ergebnissen und Messunsicherheiten in Kalibrierscheinen sowie Leitfaden für die Ermittlung von Kalibrierintervallen in Bezug auf die Messunsicherheitsberechnung

 

Der Fachausschuss hat folgende Leitfäden veröffentlicht:

 

  • DKD-L 5: Leitfaden zur praxisgerechten Ermittlung der Messunsicherheit – Grundlagen
  • DKD-L 13-2: Validierung von Messunsicherheitsbilanzen