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Mit Metrologie in die Zukunft - Herausforderung Umwelt und Klima

Klima

Ozeane: salziger und saurer

Messstation Nordseeboje III
Die Messstation Nordseeboje III des deutschen Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie misst den pH-Wert des Wassers. (Foto: C. Thomsen, BSH)
pH-Wert-Messapparatur
Apparatur der PTB zur elektrochemischen Messung des pH-Werts

Im Rahmen der Klimaforschung messen Wissenschaftler unter anderem zwei wichtige Eigenschaften der weltweiten Ozeane: Salzgehalt und pH-Wert. Mit dem Klimawandel verändern sich Dichte und Salzgehalt (Salinität) des Meerwassers. Dadurch verändern sich möglicherweise (wenn auch sehr langsam) die großen Meeresströmungen wie der Golfstrom, die ihrerseits großen Einfluss auf das Klima haben. Daher müssen Messergebnisse über lange Zeiträume mit möglichst geringen Messunsicherheiten vergleichbar sein. Im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts hat die PTB die Anbindung von Messungen der Salinität an das SI-System mit geeigneten Messunsicherheiten realisiert.

In einem gemeinsamen Projekt mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde hat die PTB erstmals die zumeist in der Ozeanografie eingesetzten optischen Messverfahren auf den metrologisch fundierten, elektrochemisch gemessenen pH-Wert rückführbar gemacht. Dies ermöglicht es, die pH-Werte in den Ozeanen zukünftig vergleichbar messen zu können, was im Hinblick auf die Quantifizierung der durch anthropogenes CO2 verursachten Versauerung der Weltmeere von besonderem Interesse ist. Diese Versauerung beeinflusst etwa die Diversität von Meeresmikroben oder das Korallenwachstum. Die PTB plant ihre primären Messplätze zukünftig noch weiter auszubauen, z. B. für Anwendungen bei hohem Druck, wie er in großen Meerestiefen herrscht.


Beteiligter Fachbereich
Opens internal link in current window3.1 Allgemeine und Anorganische Chemie