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WERAN-Berichtsübergabe

Drehfunkfeuer, also Navigationseinrichtungen, mit deren Hilfe Flugzeuge sicher navigieren, können durch Windenergieanlagen gestört werden. Deshalb muss die Störwirkung jeder geplanten Windenergieanlage von der Flugsicherung geprüft werden, wenn sie in einem gewissen Abstand zu einem Drehfunkfeuer errichtet werden soll. Dieser Abstand betrug bisher 15 km. Nach Abschluss zweier Forschungsprojekte empfehlen Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), diesen Abstand auf 6 km bis 7 km zu reduzieren. Damit würde sich die Wahrscheinlichkeit, dass neue Windenergieanlagen genehmigt werden, deutlich erhöhen. Die PTB übergab heute einen Forschungsbericht mit Erkenntnissen und Empfehlungen aus den Projekten an den Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing und an den Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Dr. Robert Habeck.

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Coronaviren im Klassenzimmer

Welcher UV-C-Raumluftentkeimer nützt gegen Coronaviren? Und unter welchen Bedingungen? Und ist der Einsatz der Geräte sicher? Jetzt bringt eine neue Veröffentlichung des DIN mehr Sicherheit für Hersteller, potenzielle Anwender und Planer. Das umfangreiche Dokument wurde in nur wenigen Monaten von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe im Fachausschuss „optische Strahlung“ des DIN erarbeitet, dessen Obmann Dr. Peter Sperfeld aus der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) ist. Die technische Spezifikation DIN/TS 67506 gilt für sogenannte UV-C-Sekundärluftgeräte mit geschlossener Bauart und aktiver Ventilation. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit der Geräte, insbesondere für den Einsatz in Schulen oder Kindergärten

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Der Sender DCF77 ist für die PTB weiterhin das wichtigste Medium, die gesetzliche Zeit für Deutschland zu verbreiten. Europaweit empfangen Millionen von Funkuhren die auf 77,5 kHz ausgestrahlten Zeitzeichen. Der Vertrag der PTB mit der Media Broadcast GmbH zum Betrieb der Sendeanlage wurde jetzt bis 2031 verlängert. Mit den laufenden Modernisierungen der Anlage und ihrer unschlagbaren Einfachheit und Zuverlässigkeit ist die Zeitaussendung über Langwelle auch einige Jahrzehnte nach ihrer Einführung immer noch sehr zeitgemäß. (Ansprechpartner: Andreas Bauch, 0531 592-4420, andreas.bauch(at)ptb.de)

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In dem neuen Verbundprojekt „ATIQ – Quantencomputer mit gespeicherten Ionen für Anwendungen“ wollen 25 Partner innerhalb von 30 Monaten eine erste Generation zuverlässiger, anwenderfreundlicher und rund um die Uhr verfügbarer Quantencomputer- Demonstratoren auf Basis der Ionenfallen-Technologie entwickeln. Dazu haben sich die führenden Gruppen der Ionenfallenforschung an den Universitäten in Braunschweig/Hannover, Siegen und Mainz mit Forschungseinrichtungen (darunter die PTB) und Industriepartnern zusammengeschlossen. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium mit 37,4 Millionen Euro gefördert. (Ansprechpartner: Christian Ospelkaus, 0531 592-4740, Opens local program for sending emailchristian.ospelkaus(at)ptb.de)

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Auszeichnungen

Mathias Richter

Der Leiter der Abteilung 7 Temperatur und Synchrotronstrahlung ist in den Vorstandsrat der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gewählt worden.

Piet Schmidt

Der Leiter des QUEST Institutes an der PTB ist zum „Fellow of the American Physical Society“ (APS) ernannt worden. Damit würdigt die APS seine Leistungen bei der Entwicklung der Quantenlogikspektroskopie und deren Anwendung für Hochpräzisionsmessungen optischer Übergänge in Atomen, Molekülen und hochgeladenen Ionen.

Ekkehard Peik

Der Leiter des Fachbereichs 4.4 Zeit und Frequenz hat den I. I. Rabi Award 2021 erhalten. Damit würdigt das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seine Leistungen bei der Entwicklung optischer Uhren sowie bei Tests der Grundlagenphysik.

Uwe Sterr

Der Mitarbeiter des Fachbereichs 4.3 Quantenoptik und Längeneinheit hat für seine Beiträge auf dem Gebiet der ultrastabilen Laser für optische...

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Maßverkörperung mit den kreisförmigen Chirp-Mustern (Ausschnitt: 3D-Ansicht der Strukturen)

Die Geräteantwort optischer Messgeräte auf die Oberflächentopografie kann durch die Übertragungsfunktion beschrieben werden (instrument transfer function, ITF). In der PTB wurde eine neuartige Maßverkörperung für die Charakterisierung der zweidimensionalen Übertragungsfunktionen (2DITF) optischer Messgeräte entwickelt. Sie kann flexibel und einfach genutzt werden und zeigt dabei eine hohe Reproduzierbarkeit und Robustheit.

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Weil Nanopartikel kleiner als rote Blutkörperchen sind, können sie als „Fähren“ für Medikamente oder Impfstoffe dienen. (Foto: Adobe Stock / Kateryna_Kon)

Mit Nanoteilchen lassen sich unter anderem Medikamente oder Impfstoffe gezielt tief in den menschlichen Körper transportieren. Zur Dosisbestimmung muss die Konzentration der winzigen Teilchen möglichst genau bekannt sein. Ein sehr genaues, schnelles Analysemesssystem misst Nanoteilchen mit rund 40 nm bis hin zu Mikropartikeln von ca. 10 μm Größe und bietet Einsatzmöglichkeiten vom „Drug targeting“ bis hin zur Corona-Impfstoffforschung.

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Schema des Messaufbaus zur Kalibrierung einer MFM-Spitze mit einem Quantensensor. Die MFM-Spitze (türkis) erzeugt ein magnetisches Streufeld, das über ein einzelnes NV-Zentrum (gelb) in einem Diamantsubstrat (blau) präzise vermessen werden kann. Rastert man die Spitze über das NV-Zentrum, so erhält man daraus ihre Streufeldverteilung und damit „quantengenaue“ Informationen über ihre magnetischen Abbildungseigenschaften.

Erstmals wurde ein klassisches Verfahren zur Messung magnetischer Feldverteilungen, die räumlich auf der Nanometerskala variieren, mit einem atomaren Quantensensor kalibriert. Das neue Kalibrierverfahren kommt ohne vereinfachende Modellannahmen aus und ermöglicht zuverlässigere Messungen von Magnetfeldverteilungen mit hoher Ortsauflösung.

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