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Spulen zur Erzeugung magnetischer Felder weiten sich mit steigender Temperatur auf, so dass das Feld in ihrem Zentrum kleiner wird, d. h. ihre Spulenkonstante nimmt ab. Die Spulenkonstante ist der Quotient aus magnetischer Flussdichte im geometrischen Zentrum der Spule und der Stromstärke des in ihrer Wicklung fließenden elektrischen Stromes. Dieser insbesondere bei mehrlagigen Spulen erheblich störende Temperaturkoeffizient lässt sich für alle bekannten Spulenanordnungen mit geringem Aufwand zu einer vernachlässigbar kleinen Größenordung reduzieren. Dazu wird nach einem zum Patent angemeldetem Verfahren dem Hauptfeld mittels einer zusätzlichen koaxialen Spule ein Hilfsfeld überlagert. Die Stärke des in dieser Spule fließenden elektrischen Stromes wird proportional zur Stärke des elektrischen Stromes in der Hauptspule und proportional zur Temperatur der Wicklung der Hauptspule geregelt. Die Wicklungstemperatur wird aus der Änderung des...

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Die Anforderungen an die Speicherkapazität und die Datensicherheit von Identifikationskarten mit Magnetstreifen sind in den letzten zwei Jahren stark angewachsen. Daher hat der Ausschuss ISO/IEC/JTC1/SC17WG1 die Entwicklung einer Norm für hochkoerzitive Magnetstreifen höherer Aufzeichnungsdichte („high density“, „HD“) vereinbart, die in diesem Jahr abgeschlossen wird. Das zugehörige Referenzmaterial wurde, wie schon für die bisherigen von ISO/IEC genormten Magnetstreifen, von der PTB entwickelt und wird noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt.

Die Speicherkapazität beträgt 1024 Bytes, gegenüber 107 Bytes bei den Vorgängertypen. Dies wurde durch folgende Maßnahmen erreicht:

  • Anzahl der Spuren 6, bisher 3
  • Aufzeichnungsdichte 20 Flusswechsel/mm, bisher 8
  • Aufzeichnungsformat RLL 2,7 („Run length limited“)

In der PTB wurde ein neues Mess-System entwickelt, um die Karten mit Magnetstreifen erhöhter Datendichte („HICO-HD“) untersuchen und...

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Zur Kalibrierung vektorieller HF-Netzwerkanalysatoren (VNA) wurden bisher in der Industrie Kalibrierverfahren bevorzugt, bei denen geschlossene analytische Lösungen für die Korrekturkoeffizienten vorlagen. Bedingt durch die Erweiterung des durchgängig nutzbaren Frequenzbereichs bis zu Frequenzen jenseits von 110 GHz werden inzwischen mehr Standards zur Kalibrierung benötigt, so dass geschlossene Lösungen nicht mehr angebbar sind. Stattdessen werden auch in kommerziell erhältlichen Geräten zunehmend iterative Verfahren zur Bestimmung der Fehlerterme eingesetzt. Lässt man eine nahezu beliebige Wahl der Kalibrierstandards zu, kann die Bestimmung der Fehlerterme allgemein als nichtlineares Regressionsproblem formuliert werden, dessen Lösung mit numerischen Verfahren iterativ möglich ist. Jeder zusätzlich verfügbare Messwert eines Kalibrierstandards steigert dabei die Genauigkeit, mit der die Fehlerterme bestimmt werden können. 

Bei einem...

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Der Test integrierter Mikrowellenschaltungen und schneller digitaler Schaltkreise erfordert neue Prüfkonzepte, die sich durch Breitbandigkeit und eine möglichst geringe Rückwirkung auf den zu testenden Schaltkreis auszeichnen. Im Gegensatz zu Mikrowellenprüfspitzen, die für einen Bezugswellenwiderstand von 50 Ohm ausgelegt sind und damit für viele Schaltkreise eine zu große Last darstellen, besitzen hochohmige Prüfspitzen durch einen in die Spitze eingebauten Vorwiderstand nominelle Lastimpedanzen von 1 kOhm und höher. Die Annahme eines frequenzunabhängigen, konstanten Wertes für die Lastimpedanz ist jedoch insbesondere bei sehr schnellen Signalen nicht mehr zulässig. Deswegen wurde in einer Untersuchung, die zusammen mit der High Speed Microelectronics Group am National Institute of Standards and Technology in Boulder, Colorado, durchgeführt wurde, der tatsächliche, frequenzabhängige Störeinfluss hochohmiger Prüfspitzen auf koplanare...

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Für eine korrekte Interpretation von Messungen mit Oszilloskopen muss deren Eigenanstiegszeit bekannt sein. Deshalb hat die PTB ein optoelektronisches Verfahren zur Bestimmung der Anstiegszeit von 50-GHz Oszilloskopen entwickelt, mit dem sich Anstiegszeiten von nur wenigen Pikosekunden rückführbar messen lassen.

Breitbandige 50-GHz Oszilloskope sind ein unentbehrliches Werkzeug für die Entwicklung ultraschneller elektronischer Schaltungen in der Datenverarbeitungs- und Kommunikationstechik. Diese Oszilloskope besitzen sehr kleine Eigenanstiegszeiten und erlauben daher die zeitliche Darstellung ultraschneller elektrischer Signale. Die Anstiegszeit ist jedoch nicht Null, so dass die Messkurven verzerrt sein können. Um die Verzerrung zu korrigieren, muss der Anwender die Anstiegszeit des Oszilloskops kennen.

Zur Bestimmung der Anstiegszeit von 50-GHz Oszilloskopen werden ca. 1 ps kurze Spannungsimpulse auf einem koplanaren Wellenleiter...

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So genannte RFID-Transponder (Radio-Frequency-Identification) sind eine moderne Möglichkeit zur automatischen Produktidentifikation. Diese Transponder sind vollständige Mikrorechner einschließlich einer Radio-Transmitterelektronik und Antenne. Die Gebilde sind nur wenig dicker als Papier und können in Chip-Karten und sogar Geräteetiketten integriert werden. Die Speicher der Transponder können Datenmengen bis zu 4 kByte aufnehmen. Lese- und Schreibvorgänge erfolgen mit einer Transmittereinheit über eine „Luftschnittstelle“, die bei den gebräuchlichsten Typen Abstände von bis zu 120 cm überbrücken kann. Diese Technik bietet auch im Bereich der Prüfung eichpflichtiger Messgeräte interessante Anwendungsmöglichkeiten, z. B. für die Realisierung elektronischer Typschilder. Sie gestatten eine automatische Identifikation von Prüflingen durch die Prüfeinrichtungen und ermöglichen zudem vereinfachte Konzepte bei der Überwachung von Messgeräten....

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Das Bundesamt für Strahlenschutz - BfS - hat die bislang geltenden, in der DIN-VDE-Norm 0848 genannten Grenzwerte für die Exposition in magnetischen Wechselfeldern mit seiner Empfehlung „Schutz der Bevölkerung bei Exposition durch elektromagnetische Felder" erheblich reduziert. So wurde beispielsweise der Grenzwert für Dauerexposition in magnetischen Feldern mit einer Frequenz von 50 Hz von 1 mT auf 0,1 mT gesenkt. Zur Kalibrierung handelsüblicher Magnetometer werden aber regelmäßig Flussdichten bis 1 mT verlangt. Um der Empfehlung des BfS Rechnung zu tragen, wurde der bestehende Wechselfeldmessplatz umgerüstet und weitgehend automatisiert, so dass das Bedienpersonal kaum noch dem Streufeld der großvolumigen Feldspulen zur Erzeugung der Vorgabefelder ausgesetzt ist.

Neben den Feldspulen sind die wesentlichen Komponenten des Messplatzes ein programmierbarer Frequenzgenerator mit nachgeschaltetem Leistungsverstärker, ein...

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