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Patentverwertung im europäischen Vergleich gut aufgestellt

30.12.2014

Wissens- und Technologietransfer ist eine gesetzliche Aufgabe der PTB. Erfindungsmeldungen, Patentanmeldungen, erteilte Patente und Lizenzen sind Kennzahlen entlang der Wertschöpfungskette einer Technologieverwertung. PTB-Patentanmeldungen führen mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % zu einem erteilten Patent. 29 % beträgt der Lizenzierungsgrad bezogen auf alle bisherigen Patentanmeldungen, bezogen auf die derzeit aktiven Anmeldungen liegt er sogar bei 48 %. Oft sind diese Aktivitäten Bestandteil industrienaher Projekte. Diese führen typischerweise zu einem vorwettbewerblichen Funktionsmuster, das dann in einer nachfolgenden Phase durch einen Lizenznehmer der PTB zu einem innovativen Produkt weiterentwickelt wird. Wie aus der Grafik ersichtlich, sind 62 % der Lizenznehmer dem KMU-Bereich zuzurechnen.

Lizenzverträge, aufgeschlüsselt nach Lizenznehmern und Patenten der PTB. „Anderes IP“ bezieht sich auf das Design elektronischer Schaltungen und die Weitergabe von Software.

Mit 13 Erfindungen, 11 Patentanmeldungen und 5 Lizenzverträgen, jeweils pro Jahr und 1000 Beschäftigten, liegt die PTB im Durchschnitt europäischer Forschungsinstitutionen. Dies gilt umso mehr, als der Ressourceneinsatz der PTB lediglich 60 % für Forschung und Entwicklung beträgt; 40 % entfallen auf andere gesetzliche Aufgaben der PTB. Sehr wenige Patente erzielen sehr hohe Einnahmen. In der PTB finanzieren die Verwertungserlöse die Patentkosten sowie die Erfindervergütung und tragen auch zum Personaletat bei.