Im Anschluss an das Kolloquium (gegen 16.30 Uhr) sind alle externen Gäste herzlich eingeladen, die Atomuhrenhalle der PTB zu besichtigen.
„Am 1. Januar 1959 hat die Aussendung von Normalfrequenzen und Zeitmessmarken der PTB über den posteigenen Sender DCF77 begonnen“ ließ Dr. Udo Adelsberger in der Nachrichtentechnischen Zeitschrift verlautbaren. Mit diesem Schritt begann eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte, die in drei Beiträgen reflektiert werden soll.
Dr. Johannes Graf, Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen
Wilhelm Foerster, Vater der Zeitverteilung im Deutschen Kaiserreich
Dr. Johannes Graf vom Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen führt uns zu den Anfängen der telegraphischen und drahtgebundenen Zeitübertragung im Deutschen Kaiserreich. Entscheidende Impulse hierzu gingen von Prof. Wilhelm Foerster aus, Direktor der Berliner Sternwarte und auch Direktor der Normal-Eichungs-Kommission, der damals obersten Eichbehörde des Norddeutschen Bundes bzw. 1871 des Deutschen Reichs. 1872 wurde er als einer der Vertreter Deutschlands in das internationale Komitee zur weltweit einheitlichen Einführung des metrischen Systems entsandt, aus dem die Meterkonvention 1875 hervorging.
Dr. Andreas Bauch, PTB
DCF77: 1959 – 2009 und darüber hinaus
Dr. Andreas Bauch, Arbeitsgruppe Zeitübertragung der PTB, referiert über die Entwicklung des Senders DCF77 und seine heutige Bedeutung für die Verbreitung der gesetzlichen Zeit. Die Aussendung von Normalfrequenzen und Zeitmessmarken wurde im Laufe der Jahre ergänzt durch die kontinuierliche Aussendung kodierter Zeitinformation, Voraussetzung für die breite Nutzung der Aussendung mit Funkuhren.
Klaus Katzmann, HKW-Elektronik
Technik der Funkuhren
Klaus Katzmann, Geschäftsführer Softwareentwicklung bei der Firma HKW-Elektronik, Seebach, Thüringen, erläutert die Funkuhrtechnik am Beispiel der Entwicklung einer kleinen Funkarmbanduhr. Daneben sollen auch allgemeine Gesichtspunkte zur Antennen- und Empfängertechnik, Energiebilanzen und erreichbaren Genauigkeiten zur Sprache kommen.
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