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| Working Group 5.42 |
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Multiwavelength Interferometry for Geodetic Lengths
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Messeinrichtungen
Der 50m-Komparator

Abb. 1: Ansicht der geodätischen Basis (50m-Komparator)
Die geodätische Basis ist ein Komparator zur Kalibrierung von Maßverkörperungen und Längenmesssystemen
bis zu einer Länge von 50 Metern. Der Komparator besteht aus einem Komparatorbett, auf dem Messbänder
oder Maßstäbe aufgelegt werden können und einem auf dem Komparatorbett fahrenden Messwagen.
Die Längenmessung erfolgt mit einem HeNe-Laserinterferometer (s. Abbildung). Anstelle eines
üblicherweise in einem Interferometer verwendeten Tripelspiegels (drei Spiegel in Form einer Würfelecke)
besteht der Reflektor aus drei Einzelspiegeln, die auf der Oberfläche eines gedachten Würfels liegen.
Eine zu prüfende Maßverkörperung (z.B. ein Messband) liegt im Zentrum des Reflektors auf der Messachse des
Interferometers, wodurch Abbe-Fehler minimiert werden. Zur Kalibrierung von Messbändern und Maßstäben ist
auf dem Messwagen je ein optisches und ein fotoelektrisches Mikroskop zur Erfassung der Strichpositionen
angebracht.
Wesentlichen Einfluss auf die erreichbare Messunsicherheit haben der Brechungsindex der Luft und ggf. die
Körpertemperatur des Messguts. Die Brechungsindex wird mit Hilfe der Edlen-Formel aus Lufttemperatur, -druck
und -feuchte berechnet. Zur Bestimmung der Umweltparameter werden folgende Sensoren eingesetzt:
- 21 Lufttemperatursensoren im Abstand von 2,5 m auf dem Komparatorbett
(PT 100 - Platinthermometer)
- 21 Materialtemperatursensoren im Abstand von 2,5 m auf dem Messband
(PT 100 - Platinthermometer)
- ein Barometer zur Messung des Luftdrucks
- ein Hygrometer zur Messung der relativen Luftfeuchte
Abb. 2: Schematische Darstellung des Interferometers
Kalibriermöglichkeit für:
- Messbänder (aufliegend):
Messbänder werden auf dem Komparatorbett reibungsarm auf Rollen in Abstand von ca.
50cm gelagert. Die erforderliche Spannkraft des Messbandes wird durch eine Masse vorgegeben,
die über ein Stahlband und zwei Rollen angebracht wird. Bänder bis zu 50m Länge
können in einem Stück gemessen werden. Es besteht auch die Möglichkeit,
längere Bänder in mehreren Teilstücken zu vermessen.
- Strichmaßstäbe:
Maßstäbe werden nach Entfernen der Auflagerollen für Messbänder
üblicherweise auf ihre Bessel-Punkte aufgelegt. Da der Komparator für große
Längen ausgerichtet ist, kann bei Maßstäben keine konkurrenzfähige
Messunsicherheit geleistet werden.
- Entfernungsmessgeräte:
Bei Entfernungsmessgeräten sind zwei Typen zu unterscheiden. Viele Systeme arbeiten
mit planen Reflektoren (spezielle Reflektorfolien oder einfach eine weiße Fläche),
die aufgrund ihrer Größe oben auf dem Messschlitten befestigt werden müssen.
Die Messachse liegt damit oberhalb der Messachse des Interferometers, was die Abbe-Fehler
vergrößert. Einige Entfernungsmessgeräte arbeiten mit Tripelreflektoren, die zum
Teil auf der Messachse des Interferometers angebracht werden können.
- Laserinterferometer
Durch Einsetzen eines weiteren Messwagens mit einem großen (vollständigen) Tripelreflektor
lassen sich Laserinterferometer kalibrieren.
Weitere Einzelheiten enthält die Tabelle:
Kalibrierung von Längenmessmitteln.
Tastermessplatz (im Aufbau)
Komparator zur Kalibrierung von Laserinterferometern
und Messsystemen zur Bestimmung der Brechzahl der
Luft
Abb. 1: Messplatz mit Wetterstation, im separaten Raum die Messkammer,
innen der Komparator (hier nicht zu erkennen)
Abb. 2: Messkammer des Komparators, im Vordergrund die Laserköpfe der zu vergleichenden
Laserinterferometer
Vergleich von kompletten zu kalibrierenden Laserinterferometern mit einem Normal-Laserinter
ferometer der PTB bei gleicher Wegänderung, frei von Abbe-Fehlern und unter gleichen
Umweltbedingungen in einer Messkammer.
Realisierung durch eine zum Patent angemeldete Messanordnung
(siehe Publikationen)
- Messbereich: 0 mm bis 2000 mm
- Erweiterte Messunsicherheit des Komparators: 0,03 µm + 5
.10-8 . L
(Messlänge L in m, Erweiterungsfaktor k=2)
- Vergleich von zu kalibrierenden Luftrefraktometern oder Wetterstationen
mit einer Normal-Wetterstation der PTB
- Erweiterte relative Messunsicherheit: 3 .10-8
(Erweiterungsfaktor k=2)
© Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Page created: 01-Nov-2007 12:24 PM, last update: 01-Nov-2007 12:35 PM,
K. Eggert |
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