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Zeitphänomene
Stadt der Wissenschaft – Nachlese

Zeit für die Zeit – Vorträge im "Haus der Wissenschaft"

zeitpaenomene (30K)

Was man mit Zeit nicht alles machen kann: erleben und managen, dehnen und vernichten, genießen und verschwenden,... Und dann kann man sich auch noch Zeit nehmen. Vielleicht für eine Vortragsreihe zur Zeit – an fünf Terminen. Im Jahr 2007 waren Interessierte herzlich eingeladen, zu folgenden Themen auf Zeitreisen zu gehen:

  • Freitag, 4. Mai 2007, 19 Uhr
  • "Zeit kippen – Filmexperimente mit Raum und Zeit" Werner Große (IWF Wissen und Medien gGmbH, Göttingen)

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  • Freitag, 6. Juli 2007, 19 Uhr
  • "Zeit empfinden – Strukturen und Prozesse des individuellen Zeiterlebens" Werner Deutsch, Meike Watzlawik (Institut für Psychologie, TU BS)

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  • Freitag, 7. September 2007, 19 Uhr
  • "Zeit managen – Darf´s ein Viertelstündchen mehr sein?" Heinz-Dieter Vonau (Barbara Bosch&Kollegen KG, Lucklum)

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  • Freitag, 5. Oktober 2007, 19 Uhr
  • "Zeit dehnen, Zeit raffen – Spezialkameras bewegen die Zeit" Walter Stickan (IWF Wissen und Medien gGmbH, Göttingen)

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  • Freitag, 2. November 2007, 19 Uhr
  • "Zeit machen - Wer braucht eigentlich Atomuhren?" Robert Wynands (PTB Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig)

Ort: Haus der Wissenschaft,
Aula der Technischen Universität, Pockelsstraße 11, 38106 Braunschweig
Ansprechpartner: Pressestelle PTB, Tel: 0531 / 592 3006, E-Mail: presse@ptb.de
Veranstalter: Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und Technische Universität Braunschweig


 
 

Abstracts

Sie können sich die Abstracts als PDF-Datei hier herunterladen.
Freitag, 4. Mai 2007, 19 Uhr

Zeit kippen – Filmexperimente mit Raum und Zeit
Werner Große (IWF Wissen und Medien gGmbH, Göttingen)

Manches muss man einfach gesehen haben, weil beschreiben alleine nichts nützt. Vertauscht man beispielsweise in einem Film eine Raumdimension mit der Zeit, erhält man einen neuen Film. Wie aber sieht der aus? Sieht man überhaupt etwas? Schwer vorstellbar, doch im Ergebnis überraschend schön und beim zweiten Hingucken und Nachdenken unerwartet tiefsinnig, vielleicht auch künstlerisch und philosophisch, schließlich geht es um Raum und Zeit ...

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Freitag, 6. Juli 2007, 19 Uhr

"Zeit empfinden – Strukturen und Prozesse des individuellen Zeiterlebens"
Werner Deutsch, Meike Watzlawik (Institut für Psychologie, TU Braunschweig)

Alles hat seine Zeit – Reden hat seine Zeit und Schweigen hat seine Zeit, Pflanzen hat seine Zeit und Ernten hat seine Zeit. In Braunschweig steht in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt die Atomuhr, die Stunden, Minuten, Sekunden und Bruchteile von Sekunden exakt misst. Tickt die Uhr im Menschen anders, wenn es um das Erleben von Zeit geht? Wann fangen wir an, uns zu langweilen, und wann vergeht die Zeit wie im Fluge? Werner Deutsch und Meike Watzlawik aus der Abteilung für Entwicklungspsychologie der TU Braunschweig stellen Fragen zum Zeiterleben und geben in ihrem Vortrag Antworten, die von der Atomuhr über das Gehirn zum individuellen Erleben der Zeit im Alltag führen.

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Freitag, 7. September 2007, 19 Uhr

"Zeit managen – Darf's ein Viertelstündchen mehr sein?"
Heinz-Dieter Vonau (Barbara Bosch & Kollegen KG, Lucklum)

Kann man das Phänomen "Zeit", das in den Formeln der Quantentheorien überhaupt nicht mehr existiert, in irgendeiner Form – managen? Wenn ja, ist das Ergebnis danach effizienter als das davor? Gibt es noch andere Wege, um dahin zu kommen, wo man hin will? Ist womöglich ein Quäntchen Chaos der Weg zur Inspiration über den Umgang mit etwas, das man eigentlich nicht hat – Zeit? Ist es vielleicht gar nicht die Zeit, um die es eigentlich geht? Oder liegt womöglich in der Entschleunigung das Geheimnis des Viertelstündchens?
"Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können."
(F.Nietzsche).

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Freitag, 5. Oktober 2007, 19 Uhr

"Zeit dehnen, Zeit raffen – Spezialkameras bewegen die Zeit"
Walter Stickan und Kuno Lechner (IWF Wissen und Medien gGmbH, Göttingen)

Der Mensch hat als "Augentier" sehr sensible Instrumente für die Inspektion und Verarbeitung optischer Informationen. Allerdings gilt dies nur für bestimmte "Fenster", in denen sich die Objekte bewegen. Was sich zu langsam oder zu schnell durch das Blickfeld bewegt, wird entweder als statisch wahrgenommen oder es wird nicht erkannt. Die moderne Kameratechnik ermöglicht es, diese Bewegungen in das Wahrnehmungsfenster des Menschen zu tranformieren. Walter Stickan und Kameramann Kuno Lechner von der IWF gGmbH Göttingen – dem Serviceinstitut für Medien in der Wissenschaft – zeigen, wie Zeit sichtbar gemacht werden kann; und welche Erkenntnisse sich daraus ableiten lassen.

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Freitag, 2. November 2007, 19 Uhr

"Zeit machen – Wer braucht eigentlich Atomuhren?"
Robert Wynands (PTB Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig)

Uhren und Zeit bestimmen und durchdringen unser alltägliches Leben. Bei den besten Atomuhren müsste man 50 Millionen Jahre warten, bis sie um eine Sekunde falsch gehen. Wer braucht denn solche Uhren überhaupt? Die Antwort ist ganz einfach: Wir alle, die wir in der modernen Welt leben! Im Vortrag wird dargestellt, warum die Erddrehung nicht als Maßstab für die Zeit ausreicht, wie eine Atomuhr funktioniert, und wo wir uns täglich und überall auf extrem genaue Zeitmessungen verlassen und verlassen müssen, oft ohne uns dessen bewusst zu sein. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.

© Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
WEB-Redaktion
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